Die Grünen in Koblenz fordern, das für den kommenden Samstag, 8. August, geplante Höhenfeuerwerk über den Festung Ehrenbreitstein bei „Rhein in Flammen“ abzusagen. Wie die Partei am Samstag (1. August) mitteilte, hat sie eine Petition gestartet. Grund sind Sicherheitsbedenken wegen der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen hohen Brandgefahr.
Die Partei verweist auf die andauernde Dürre und die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes. Unter diesen Bedingungen sei ein großes Höhenfeuerwerk „nicht verantwortbar“. Bereits 2022 habe der Hang unterhalb der Festung Ehrenbreitstein wegen der Trockenheit vor dem Feuerwerk bewässert werden müssen, um das Brandrisiko zu verringern. Auch die Veranstalter des Festivals „Nature One“ hätten ihr Feuerwerk aus Sorge vor Waldbränden abgesagt.
Das Ziel der Petition sei klar: „Kein Höhenfeuerwerk in diesem Jahr.“ Die Veranstaltung „Rhein in Flammen“ als solche stellen die Grünen dabei nicht infrage. Die beiden geplanten Drohnenshows (Merkurist berichtete) und das restliche Programm sollen wie geplant stattfinden.
"Verantwortungsvoll und zukunftsfähig"
Die Grünen sehen in den beiden geplanten Drohnenshows bereits „attraktive Alternativen“. Diese böten ein „modernes, eindrucksvolles Erlebnis“ und zeigten, dass sich die Veranstaltung weiterentwickeln könne, ohne ihren Charakter zu verlieren.
Die Partei bittet darum, die Petition zu unterschreiben. Ziel sei es, dass „Rhein in Flammen“ auch in Zukunft ein Aushängeschild für Koblenz bleibe – „innovativ, verantwortungsvoll und angepasst an die Herausforderungen unserer Zeit“. Ein vorheriger Beitrag zum Thema sei innerhalb von 24 Stunden von über 2.500 Menschen unterstützt worden.
Schiffskonvoi bereits abgesagt
Die anhaltende Trockenheit hat bereits Konsequenzen für die Großveranstaltung: Wie die Rhein in Flammen GmbH am 28. Juli mitteilte, wurde der traditionelle Schiffskonvoi von Spay/Braubach nach Koblenz abgesagt. Grund sind historisch niedrige Wasserstände, die für den Veranstaltungssamstag erwartet werden. Die Sicherheit sei nicht gewährleistet, hieß es zur Begründung.