Himmelsspektakel: Mondfinsternis am Freitag über der Region Koblenz zu sehen

Am frühen Freitagmorgen gibt es eine partielle Mondfinsternis über Koblenz. Doch dichte Wolken könnten die Sicht auf das Himmelsschauspiel erschweren.

Himmelsspektakel: Mondfinsternis am Freitag über der Region Koblenz zu sehen

Wer nach der Sonnenfinsternis vom 12. August Lust auf weitere Himmelsschauspiele hat, muss am Freitag früh aufstehen. Über Koblenz und der Region findet eine partielle Mondfinsternis statt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, beginnt das Schauspiel laut der Vereinigung der Sternfreunde am Freitag (28. August) um 4:33 Uhr.

Hobby-Astronomen in der Region haben dabei Glück: Anders als im Osten Deutschlands erreicht die Finsternis ihren Höhepunkt hierzulande, bevor der Mond untergeht. Die maximale Verfinsterung wird um 6:13 Uhr erwartet, wenn der Mond zu 93 Prozent im Kernschatten der Erde steht.

Die besten Orte für die Beobachtung

Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde rät Interessierten, sich den Wecker trotzdem lieber etwas früher zu stellen. Mit der einsetzenden Dämmerung werde der Mond schwieriger zu erkennen sein. Um die kupferrote Färbung dennoch zu sehen, können Hilfsmittel nützlich sein. „Man kann sich hier durchaus mit einem Fernrohr bewaffnen“, so Liefke. Ein besonderer Schutz für die Augen ist anders als bei einer Sonnenfinsternis nicht nötig.

Bei der Wahl des Beobachtungsortes ist vor allem eine freie Sicht nach Westen entscheidend. Erhöhte Aussichtspunkte oder Felder eignen sich daher gut. In Koblenz und der Rheinebene sollten sich Beobachter einen Platz in der Nähe des Rheins suchen, damit der Blick nicht verdeckt wird. Auch im nahegelegenen Hunsrück und in der Vulkaneifel gibt es zahlreiche hoch gelegene Punkte für einen Ausflug am frühen Morgen. Ein besonderes Angebot macht die Sternwarte in Zweibrücken: Sie öffnet bereits um 3:30 Uhr und schließt erst nach Monduntergang gegen 6:40 Uhr, sofern der Himmel klar genug ist.

Macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung?

Doch genau das Wetter könnte zum Problem werden. „Das Wetter muss natürlich mitspielen“, betont Liefke. Die aktuellen Prognosen sind allerdings schlecht. Der Deutsche Wetterdienst rechnet für die Nacht zum Freitag mit dichten Wolken und schauerartigem Regen. Auch am Morgen soll es bewölkt bleiben, Gewitter, Starkregen und Hagel sind nicht ausgeschlossen. Astronomie-Fans müssen also auf Wolkenlücken hoffen.