Gute Nachrichten für die Anwohner im Bereich „Am Spitzberg“ in Koblenz-Karthause: Ab Mitte Juni 2026 wird ein neuer Bus-Shuttle die Lücke zwischen den Haltestellen „Löwentor“ und „Pionierhöhe“ schließen. Das hat der Koblenzer Stadtrat am 28. Mai mehrheitlich beschlossen.
Hintergrund der Maßnahme ist die Sperrung der Straße „Am Spitzberg“ für den Busverkehr, die bereits seit März 2024 besteht. Wegen einer Fahrbahnabsackung kann die Strecke nicht mehr von den Linienbussen befahren werden. Die Stadtverwaltung plant zwar eine komplette Erneuerung der Straße, ein Baubeginn liegt aber noch in weiter Ferne. Der Shuttle soll diese Zeit überbrücken.
Fahrplan im 30-Minuten-Takt
Der Stadtrat stimmte dem neuen Shuttle-Verkehr bei drei Enthaltungen zu. Auf Antrag aus dem Stadtrat wurde die zunächst kürzere Testphase verlängert: Der Shuttle-Betrieb wird nun bis Dezember 2026 erprobt, um zu sehen, wie gut das Angebot von den Fahrgästen angenommen wird. Anschließend soll über eine Fortführung entschieden werden.
Der Shuttle-Bus wird von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr im 30-Minuten-Takt verkehren. Laut der Stadtverwaltung ist der Fahrplan so gestaltet, dass wichtige Anschlüsse gewährleistet sind. An der Haltestelle „Pionierhöhe“ können Fahrgäste von der aus der Stadt kommenden Linie 2 in den Shuttle umsteigen. In die andere Richtung ist an der Haltestelle „Kuckucksweg“ ein Übergang zur Linie 12 in Richtung Innenstadt sichergestellt. Dafür wird an der Kreuzung Zeppelinstraße / Am Vogelschutzpark ein provisorischer Haltestellenmast aufgestellt.
Kosten und Hintergründe
Für den Betrieb kommen Minibusse zum Einsatz. Als Ersatzfahrzeug steht ein 9-Sitzer-Ford-Transit bereit, wie die Stadt mitteilt. Die jährlichen Kosten für den Shuttle-Service belaufen sich auf rund 175.000 Euro. Diese werden im Rahmen der Verlustdeckung von den Stadtwerken Koblenz getragen.
Mit der Einrichtung des Shuttles reagiert die Stadt auf frühere Anfragen aus der Politik. Das Koblenzer Verkehrsunternehmen koveb hatte daraufhin ein entsprechendes Betriebskonzept erarbeitet. Auch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat grünes Licht gegeben, da der Shuttle-Verkehr den regulären Linienbetrieb unterstützt.