TuS Koblenz legt nach 1:5-Niederlage beim TSV Gau-Odernheim Protest ein

Nach einer 1:5-Niederlage im Auswärtsspiel beim TSV Gau-Odernheim hat der Fußball-Oberligist TuS Koblenz Protest eingelegt. Der Grund: Das Spielfeld auf dem Gau-Odernheimer Ausweichplatz in Gau-Heppenheim soll acht Meter zu schmal sein.

TuS Koblenz legt nach 1:5-Niederlage beim TSV Gau-Odernheim Protest ein

Nach der deutlichen 1:5-Niederlage im Auswärtsspiel des fünften Spieltags beim TSV Gau-Odernheim am Samstag hat die TuS Koblenz Protest gegen die Wertung des Oberliga-Spiels eingelegt. Wie unter anderem das „Kicker-Sportmagazin“ berichtet, soll das Spielfeld in Gau-Heppenheim nicht den offiziellen Vorgaben entsprochen haben.

Laut TuS Koblenz ergab eine noch am Samstag durchgeführte Lasermessung eine Spielfeldbreite von nur 52 Metern. Die Spielordnung des Fußball-Regional-Verbands (FRV) Südwest schreibt für die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar jedoch eine Mindestbreite von 60 Metern vor.

Keine Ausrede für schwache Leistung

Der Verein betont, dass der Protest keine Entschuldigung für das Ergebnis sein soll. „Mit dem heutigen Protest möchten wir weder die Leistung der Mannschaft schönreden noch uns dahinter verstecken. Dennoch müssen bei einem Fußballspiel faire und regelkonforme Bedingungen herrschen, die in der zuständigen Spielordnung definiert sind“, erklärte TuS-Präsident Christian Krey. „Diese Bedingungen waren heute aus unserer Sicht nicht gegeben.“

Bereits vor der Begegnung habe die TuS Koblenz Bedenken wegen der Spielfeldgröße geäußert und es abgelehnt, in Gau-Heppenheim zu spielen. Das Spiel wurde dennoch dort angesetzt, nachdem der TSV Gau-Odernheim dem Verband eine Mindestbreite von 60 Metern zugesichert hatte.

Verband prüft den Vorfall

Lothar Renz, der Spielleiter der Oberliga, bestätigte gegenüber dem „Kicker“ den Eingang des Protests. Man befinde sich in einem laufenden Verfahren, über das die Spruchkammer des Verbands entscheiden müsse.

Der Verband will die „sehr großen widersprüchlichen Abmessungen“ in den kommenden Tagen überprüfen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, sei eine natürliche Konsequenz, „dass das Spielfeld in Gau-Heppenheim für Spiele der Herren-Oberliga nicht geeignet ist und Spiele dorthin nicht mehr verlegt werden“, sagte Renz. Über eine mögliche Neuansetzung des Spiels oder andere Konsequenzen muss das Sportgericht entscheiden.

„Überzeugende Leistung unserer Mannschaft“

Der TSV Gau-Odernheim hat auf den Protest der TuS Koblenz gegen die Wertung des Oberligaspiels reagiert. In einer Stellungnahme auf der Facebook-Seite weist der Verein die Vorwürfe der Koblenzer zurück. Die Angabe, das Spielfeld soll angeblich nur 52 Meter breit gewesen sein, entspreche nicht den Tatsachen und sei „faktisch schlicht falsch“, heißt es vom Verein.

Für den TSV stehe die sportliche Leistung im Vordergrund. Man habe sich den 5:1-Erfolg „mit großem Einsatz und hoher spielerischer Qualität verdient“. Das Spiel sei ordnungsgemäß unter der Leitung des angesetzten Schiedsrichtergespanns ausgetragen worden.

Der Verein sieht daher keine sachliche Grundlage für eine Wiederholung oder Umwertung des Spiels. Man gehe davon aus, dass der sportlich erzielte Erfolg Bestand haben wird. Gleichzeitig respektiere man das Recht der TuS Koblenz, den Vorgang vom zuständigen Verband prüfen zu lassen. Der TSV Gau-Odernheim kündigte an, an dieser Prüfung mitzuwirken und sich bis zu einem Ergebnis nicht an weiteren Spekulationen zu beteiligen.

Auch erste TSV-Heimspiele in Gau-Heppenheim

In Gau-Heppenheim hat der TSV bereits seine ersten beiden Saison-Heimspiele in der Oberliga absolviert – gegen den SV Gonsenheim (2. Spieltag, 9. August/0:1) und den Ahrweiler BC (4. Spieltag, 23. August/2:1). Grund dafür waren extreme Wetterbedingungen mit Hitzeperioden und Trockenheit im Juni und Juli. Diese haben dem heimischen Naturrasen in Gau-Odernheim so stark zugesetzt, dass er geschont werden muss.