Koblenzer Derby-Streit: Gericht bestätigt Sieg von Cosmos Koblenz

Verbandsgericht weist Berufung zurück

Koblenzer Derby-Streit: Gericht bestätigt Sieg von Cosmos Koblenz

Das Verbandsgericht des Fußball-Regional-Verbandes Südwest hat die Berufung des FC Rot-Weiss Koblenz zurückgewiesen. Damit bleibt der 2:1-Sieg des FC Cosmos im Koblenzer Stadtderby bestehen.

Der Streit um das Derby vom dritten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist damit beendet (wir berichteten). Cosmos hatte in der Partie zwar regelkonform fünf Spieler ausgewechselt, dies allerdings bei vier statt der erlaubten drei Gelegenheiten plus Halbzeitpause.

Das Gericht folgte in seiner Entscheidung der Linie der ersten Instanz: Ein formaler Wechselverstoß stelle keinen Protestgrund dar, solange kein nicht spielberechtigter Spieler eingesetzt wurde. Eine fehlende Einsatzberechtigung unterscheide sich rechtlich eindeutig von einer fehlenden Spielberechtigung.

Separate Verfahren noch möglich

Ob der FC Cosmos wegen des Regelverstoßes noch eine Geldstrafe oder andere Sanktionen erhält, ist weiterhin offen. In einem separaten Verfahren soll zudem geprüft werden, ob gegen den in der 80. Minute eingewechselten Spieler Tahiri noch ein Verfahren eingeleitet wird.

Der Aufsteiger Cosmos hatte sich für das Verfahren die Dienste des bekannten Sportrechtsanwalts Christoph Schickhardt gesichert. Die Partie vor 470 Zuschauern im Stadion Oberwerth war bereits direkt nach Spielende Gegenstand intensiver Diskussionen gewesen.