Auf dem ehemaligen Gelände der Philippine GmbH in Lahnstein entsteht der neue Industriepark Rhein-Lahn. Das teilt die neue Betreiberin, die Philippine Servicegesellschaft mbH (PSG), mit. Im Oktober 2023 hatte die Philippine GmbH & Co. Technische Kunststoffe KG Insolvenz angemeldet.
Nun sollen auf dem 51.000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet wieder Unternehmen angesiedelt werden. Dafür stehen 27.000 Quadratmeter Hallenfläche sowie Freiflächen zur Verfügung. „Auf der Fläche stehen Hallen in unterschiedlichsten Größen und mit verschiedenen Ausstattungen zur Verfügung. Beginnend mit 180 Quadratmetern bis zu 7.400 Quadratmetern sind die Größen variabel“, erklärt Standortmanager Michael Lochner.
Laut den Betreibern wird aktuell in den Standort investiert. Die Hallen würden gereinigt, teilweise neue Böden gegossen und die Außenfassaden gestrichen. Eine neue Toranlage werde ebenfalls montiert. Interessierte Unternehmen könnten zudem auf eine bestehende Infrastruktur für Prozess-Dampf oder Druckluft zugreifen. Die Versorgung mit Gas, Strom, Wasser und Glasfaser sei gewährleistet.
„Die Entscheidung für einen Neustart am Standort haben wir als Gesellschafter und Beirat gemeinsam getroffen“, so Gesellschafter Sven Eckhardt. Dabei habe man einige Hürden nehmen müssen. Geholfen habe die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein Lahn (WFG) sowie durch Landrat Jörg Denninghoff und den Lahnsteiner Oberbürgermeister Lennart Siefert.
Gemeinsamer Einsatz gegen Logistik-Fläche
Die Beteiligten betonen, dass die Zukunft des Geländes nicht von Anfang an klar gewesen sei. Auch eine Versteigerung habe im Raum gestanden. „Die Gefahr, dass dann diese Fläche nur Umschlagplatz für Logistik geworden wäre, wollten wir unbedingt gemeinsam verhindern“, betonen Denninghoff, Siefert und die WFG-Geschäftsführerin Tanja Steeg.
Oberbürgermeister Siefert ergänzt: „Die Aussicht, dort einen nicht greifbaren Eigentümer zu haben verbunden mit dem fehlenden Angebot von Arbeitsplätzen wäre für die Stadt ein schreckliches Szenario gewesen“. Umso mehr freue man sich, dass im Rhein-Lahn-Kreis nun wieder Flächen für eine sofortige Ansiedlung zur Verfügung stünden. Laut den Betreibern ist bereits knapp ein Viertel der Hallenflächen vermietet, darunter an zwei produzierende Unternehmen.
Fördermittel für interessierte Firmen
Die WFG hatte den Prozess nach eigenen Angaben mit ihrem Netzwerk und juristischer Beratung begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass unser Wissen, unser Netzwerk und die beigesteuerte externe, juristische Beratung hier zum Erfolg geführt haben“, sagt Tanja Steeg.
Für Unternehmen, die sich im neuen Industriepark ansiedeln möchten, könnten bei Investitionen Fördergelder infrage kommen. „Förderquoten bis 20 Prozent sind hier grundsätzlich möglich“, informiert WFG-Prokurist Andreas Minor. Interessierte Firmen können sich an den Standortmanager des Industrieparks und die Wirtschaftsförderer von Kreis und Stadt wenden.