Aus Zenit wird Exit: Koblenzer Club erfindet sich nach 21 Jahren neu

Nach 21 Jahren wird der Koblenzer Club Zenit zum Exit. Mit neuem Namen, einem Bar-Club-Konzept und freiem Eintritt will sich die Institution im Nachtleben der Stadt neu erfinden.

Aus Zenit wird Exit: Koblenzer Club erfindet sich nach 21 Jahren neu

Das Zenit am Görresplatz ist nach 21 Jahren Geschichte und wird zum „Exit“. Bereits mit einer Silvesterparty hatten sich die Macher vom alten Konzept verabschiedet. Mit neuem Namen, einem Bar-Club-Konzept und ohne Eintritt wollen die Betreiber ab dem kommenden Samstag, dem 10. Januar 2026, neu durchstarten und dabei vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen. Das erklärten Inhaber Arne Kurth und Art Director Maxi „Dilly“ Diehl gegenüber Merkurist.

Der Grund für den Wandel sei der Wunsch, mit der Zeit zu gehen. „Nach 21 Jahren sind wir so ein bisschen aus der Zeit rausgekommen“, sagt Inhaber Arne Kurth. Bereits vor einem Jahr hatte der Club für rund zwei Monate geschlossen, um die Marke neu auszurichten und den unteren Bereich mit neuer Technik und visuellen Effekten umzubauen.

Freier Eintritt und Partys für die Jugend

Das neue Konzept des „Exit“ sieht vor, dass die Bar im oberen Bereich bereits um 20 Uhr öffnet. Gäste können dort bei Getränke-Specials entspannt in den Abend starten. Ab 22 Uhr wird dann der untere Bereich als Club geöffnet, in dem getanzt und gefeiert werden kann. Die wichtigste Neuerung: Der Eintritt am Samstag soll künftig komplett entfallen, auch einen Mindestverzehr wird es nicht geben „Die Idee dahinter ist einfach, sich ein bisschen wegzubewegen von diesem klassischen Clubkonzept hin zu einem Barbetrieb, den wir früher starten, wo man gesellig beisammen ist und was trinken kann“, erläutert Art Director Maxi Diehl.

Die Betreiber reagieren damit auf das Ausgehverhalten der Jugend, denn die jüngere Generation sei oft nicht mehr bereit, Eintritt zu zahlen. Auch die erfolgreichen „Abifis“, die Abitur-Partys der regionalen Gymnasien, werden freitags weiterhin stattfinden.

Musik für jeden Geschmack

Auch musikalisch geht das „Exit“ neue Wege. Anstatt eine bestimmte Szene zu bedienen, setzen die Macher auf ein offenes Programm, das für jeden etwas bieten soll. „Wir spielen etwas von allem. Hier soll auch eine Taylor Swift dabei sein und ein Cro, aber auch ein Hip Hop-Song oder ein cooler House-Song“, kündigt Diehl an. Ein reiner Techno-Club sei das Exit nicht. Ziel sei es, dass jeder Gast abgeholt werde und Spaß haben könne. Zudem wollen die Betreiber gezielt junge Nachwuchs-DJs aus der Region fördern und ihnen eine Plattform bieten.

Die große Eröffnung des Exit findet am Samstag, dem 10. Januar 2026, statt. Ab 20 Uhr startet der Barbetrieb, ab 22 Uhr öffnet der Clubbereich. Der Eintritt ist frei.