Mehr als 100 Jahre Konditoreigeschichte verbinden sich mit dem Café Baumann in der Löhrstraße 93. Am Donnerstag, 8. Oktober, hat das Familienunternehmen einen zweiten Standort am Jesuitenplatz in der Koblenzer Altstadt eröffnet. Anders als im Stammhaus setzt das Café dort auf das Konzept einer Tagesbar mit Frühstücksangeboten, verschiedenen Kaffeevariationen und Superfood-Getränken (Merkurist berichtete).
Der Suche nach einem geeigneten Standort ging nach Angaben der Betreiber eine längere Planungsphase voraus. „Wir waren schon wirklich lange auf der Suche nach einem zweiten Standort, aber immer unter dem Hintergrund: Der Standort muss von der Lage her perfekt sein“, erklärt Inhaber Felix Warnecke-Brühl bei der Eröffnung gegenüber Merkurist.
Gemeinsam mit seiner Frau Melina Warnecke-Brühl entschied er sich schließlich für die Räumlichkeiten am Jesuitenplatz. Im Gespräch mit Merkurist zeigt sich Melina Warnecke-Brühl am Eröffnungstag erleichtert: „Es fällt so viel Stress von einem ab. Jetzt kann man an diesem Kapitel einen Haken machen und wir sind unheimlich stolz.“
Neues Konzept statt klassischem Kaffeehaus-Stil
Während das Stammhaus in der Löhrstraße für seine Konditorei und den klassischen Wiener Kaffeehaus-Stil bekannt ist, verfolgen die Betreiber am Jesuitenplatz ein anderes Konzept. Eine Kopie des bisherigen Cafés sollte der zweite Standort bewusst nicht werden.
„Viele unserer Gäste sagen, was uns natürlich total stolz macht, Konditorei Baumann sei in Koblenz eine Institution“, erzählt Felix Warnecke-Brühl. Die über Jahrzehnte entstandene Geschichte des Stammhauses lasse sich jedoch nicht einfach auf einen weiteren Standort übertragen.
Stattdessen wollen die Betreiber am Jesuitenplatz das Konzept einer Tagesbar mit den bekannten Produkten der Konditorei verbinden. Dazu gehören unter anderem die klassischen Torten. Gleichzeitig soll das Angebot um moderne Frühstücksgerichte und Getränke erweitert werden. Das Café in der Löhrstraße bleibt nach Angaben der Betreiber bei seinem bisherigen Konzept.
Superfood-Getränke und Frühstücksbowls auf der Karte
Die Unterschiede zum Stammhaus zeigen sich unter anderem auf der Speisekarte. Neben Kaffeevariationen und einer Auswahl an Weinen stehen auch sogenannte Superfood-Getränke auf dem Angebot. Dabei greifen die Betreiber aktuelle Ernährungstrends auf. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, ein Getränk mit Kreatin ergänzen zu lassen.
Auch die Frühstückskarte unterscheidet sich vom klassischen Konditoreiangebot. Gäste können unter anderem zwischen verschiedenen Brotsorten und Bowls wählen.
Bei der Einrichtung setzt die Tagesbar auf helle Naturtöne sowie Holz- und Steinelemente. Einzelne Details erinnern zugleich an das Stammhaus. Dazu gehören Elemente in Marmoroptik und die große Tortentheke im Eingangsbereich.