In den vergangenen Wochen haben in der Koblenzer Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen mehrere neue Ladengeschäfte eröffnet, die von kreativen Workshops über nachhaltige Mode bis hin zu neuen Gesundheitsangeboten reichen. Zudem stehen weitere gastronomische Neueröffnungen bevor.
Diese Läden sind bereits geöffnet
In der Altstadt (Mehlgasse 10) hat das Kreativstudio „studiobunt“ am 16. Mai eröffnet. „Für Kreativität schlägt mein Herz bereits mein ganzes Leben“, berichtet die Gründerin Rebecca Scheel im Gespräch mit Merkurist. Den entscheidenden Anstoß zur Verwirklichung ihres Traums gab ein Geschenk ihrer Mutter. „In der Elternzeit hat meine Mama mir dann den Wunsch eines Plotters erfüllt.
Das Geschenk hat eigentlich alles ins Rollen gebracht“, erklärt die Koblenzerin. Als sie im Januar 2026 die Anzeige für das Ladenlokal in der Mehlgasse entdeckte, war die Idee für ihr eigenes Studio geboren. In ihrem Laden bietet sie nun Kreativ-Workshops an, etwa zum Kerzen gießen und Gläser gestalten. Die Räumlichkeiten können auch für private Veranstaltungen wie Junggesellenabschiede und Teamevents gebucht werden. Scheel teilt sich die Räumlichkeiten mit dem bekannten Eisdiele „Tante Lotte“, welche dort zukünftig nach Ankündigung Eis in einem Pop-Up-Konzept verkaufen wird.
Nur wenige Häuser weiter, in der Mehlgasse 18, hat ein ein neuer Concept Store eröffnet, Trust Concept. Im Gegensatz zu klassischen Läden, folgen Concept Stores einem übergeordneten Thema.
Bei Trust Concept steht dabei die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: „Ein nachhaltiger Lifestyle Store bedeutet deshalb vor allem, bewusste Kaufentscheidungen einfacher zu machen ohne dabei auf Ästhetik, Qualität oder Individualität verzichten zu müssen“, erklärt Gründerin Eileen Fischer. Dem zunehmenden Online-Handel und dem damit verbundenen Leerstand in vielen Innenstädten möchte sie bewusst etwas entgegensetzen: „Für mich bedeutet Einkaufen mehr als nur ein Produkt zu bestellen. Ich möchte Dinge anfassen, Materialien spüren und mich inspirieren lassen“, betont die 31-Jährige.
Bei der Auswahl ihres Sortiments setzt die Koblenzerin auf „nachhaltige Labels, ausgewählte Second-Hand-Ware, besondere Fundstücke und Produkte kleinerer Hersteller“. Dabei gehe es nicht um den typischen „Öko-Look“, wie Fischer es nennt, sondern um hochwertige, zeitlose und moderne Produkte mit Charakter. Auch den Standort im Herzen der Koblenzer Altstadt hat die 31-Jährige bewusst gewählt: „Ich liebe Orte mit Seele. Orte, die menschlich, lebendig und authentisch sind. Genau deshalb passt die Altstadt für mich perfekt zu Trust.“
In der südlichen Vorstadt hat running late to go, ein modernes „To-Go“- Café eröffnet. Die beiden Gründerinnen Michelle und Yasmina beschreiben das Konzept hinter ihrem Café selbst so: „Unsere Idee ist simpel: lieber wenige Dinge richtig gut als eine endlose Karte“. Angeboten werden Kaffeespezialitäten, Matcha und Açaí-Bowls zum Mitnehmen. Derzeit befindet sich running late to go noch in der Soft-Opening-Phase. Derzeit werden die aktuellen Öffnungszeiten auf dem Instagram-Account des Cafés veröffentlicht ( @runninglatetogo)
Ein neues Gesundheits- und Bewegungsangebot mit einem bewusst anderen Konzept ist in die Löhrstraße 103 eingezogen. Am Standort, an dem sich früher ein Shisha-Laden und ein Tattoostudio befanden, hat vor kurzem die inklusive Ergotherapiepraxis Bewegungsraum eröffnet. „Unser Bewegungsraum will mehr als ein bloßer Schauplatz für eine Ergotherapie sein“, betont der kaufmännische Leiter Dr. Frank Heinzen gegenüber der Rhein-Zeitung.
Statt eines klassischen Wartezimmers gibt es einen Cafébereich, der als Begegnungsraum dienen soll. Der Fokus der Praxis liegt auf Kindern, Klienten mit Demenz sowie auf der Ergotherapie bei psychischen Erkrankungen. Neben der ergotherapeutischen Behandlung bietet Bewegungsraum ebenfalls Gesundheitskurse an: Hierbei liegt der Fokus nicht auf sportlichen Höchstleistungen, sondern darauf, gesund und aktiv zu werden sowie eine Balance zwischen Stress und Alltag zu finden.
Diese Geschäfte eröffnen bald
Am Görresplatz plant die Franchise-Kette Mari la Mora eine neue Filiale. Dahinter stehen die Gründer-Geschwister Maria und Mouaz Mobayed. Gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) betonen die Geschwister, die Idee hinter Mari la Mora sei traditionelle arabische Süßigkeiten mit einer modernen Note zu verbinden. Besonders beliebt sei der Mari la Mora Obstsalat, eine Mischung aus Beeren, Eis, arabischer Sahne (Qischta), Nüssen und Nutella. Nach der Eröffnung ihres ersten Lokals in Essen und einer weiteren Filiale in Bonn-Bad Godesberg (2024) expandierte das Start-up zu einem Franchise-Unternehmen. Ein genauer Eröffnungstermin für den Standort in Koblenz ist noch nicht bekannt.
Auch in Ehrenbreitstein tut sich etwas: Im ehemaligen Café am Markt entsteht am Markt 222 das Café Beethoven. Geplant ist ein Mix aus Café, Frühstücksspot und Bar, das von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein soll. Der Name ist vermutlich eine Anlehnung an die Geschichte des Stadtteils, denn nur wenige Schritte entfernt befindet sich das Mutter-Beethoven-Haus, das Geburtshaus von Maria Magdalena van Beethoven (1746-1787), der Mutter des berühmten Komponisten. Auch hier steht ein Eröffnungsdatum noch nicht fest.