Als Alexandra im Januar 2026 Mutter wurde und nur einen Monat später von Trier in die Region Mendig zog, stand sie vor einer doppelten Herausforderung: ein neues Leben mit Baby in einer fremden Umgebung. Diese Erfahrung, die oft von Einsamkeit geprägt war, hat die 25-Jährige nun dazu bewogen, den „moms club“ zu gründen – eine neue Community für Mütter aus Koblenz und Umgebung. Ihr Ziel ist es, dem Gefühl der Isolation im Mama-Alltag entgegenzuwirken und einen Ort für neue, echte Freundschaften zu schaffen, wie sie im Gespräch mit Merkurist erklärt.
Der Umzug mit einem erst vier Wochen alten Baby sei eine große Herausforderung gewesen. Während ihr Partner tagsüber arbeitete, war sie oft mit dem Neugeborenen allein. „Gerade im Wochenbett, wenn die Hormone verrückt spielen und alles neu ist, war das emotional eine sehr herausfordernde Zeit. Ich hatte oft Heimweh und habe vor allem meine Familie vermisst“, berichtet sie offen. Erst als sie andere Mütter in ihrer Nachbarschaft kennenlernte, fühlte sie sich wohler und verstand, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld ist. Dieses Gefühl der Ankunft und des Verständnisses möchte sie nun mit ihrem Projekt an andere Frauen weitergeben.
Ein „Safe-Space“ ohne Konkurrenzkampf
Der „moms club“ soll ein „Safe-Space“ sein, ein geschützter Raum, in dem sich Mütter ohne Druck und Urteile austauschen können. „Für mich ist ein Safe-Space ein Ort, an dem man einfach man selbst sein kann – ohne Angst, bewertet oder verurteilt zu werden“, betont die Gründerin. Gerade in den sozialen Medien erlebe sie oft einen starken Vergleichsdruck unter Müttern. Bei den Treffen des Clubs soll es bewusst keinen Konkurrenzkampf geben. „Egal ob Stillen oder Flasche, Tragen oder Kinderwagen, Karriere oder Elternzeit – hier gibt es kein Konkurrenzkampf. Jede Mutter ist auf ihre eigene Art und Weise einzigartig und gibt jeden Tag ihr Bestes“, sagt Alexandra.
Zwar gebe es bereits einige Angebote für Mütter in der Region, doch sie möchte mit ihrem Club den Fokus gezielt auf den Aufbau langfristiger Freundschaften legen. Es gehe ihr nicht nur um einzelne Treffen, sondern darum, eine Gemeinschaft zu formen, die sich gegenseitig im Alltag unterstützt. „Jede Mama hat ein eigenes kleines Dorf verdient“, ist sie überzeugt.
Spaziergänge, Workshops und Pläne für die Väter
Das Konzept des Clubs ist bewusst flexibel gestaltet, um dem oft unvorhersehbaren Alltag mit Kindern gerecht zu werden. Geplant ist eine Mischung aus festen Events und lockeren Treffen. Für besondere Veranstaltungen wie Mutter-Kind-Yoga-Kurse oder kreative Workshops wird es eine Anmeldung geben, da die Plätze begrenzt sind. Daneben soll es aber auch viele spontane Zusammenkünfte wie gemeinsame Spaziergänge, Picknicks oder Spielplatztreffs geben, zu denen jede Mutter einfach dazustoßen kann.
Auch Väter sind bei den Aktivitäten ausdrücklich willkommen. Mittelfristig plant Alexandra sogar, eigene Treffen nur für Väter zu organisieren, etwa in Form von Spaziergängen oder einem „Papa Brunch“. „Wenn die Nachfrage da ist, kann ich mir auch vorstellen, einen dads club mit meinem Partner zu gründen“, verrät sie. Denn auch Väter würden vom Austausch mit anderen Eltern profitieren.
Erstes Treffen und überwältigende Resonanz
Das erste Treffen, ein „walk & talk“, findet bereits am Dienstag, 28. Juli 2026, um 10 Uhr statt. Treffpunkt ist der Busparkplatz am Peter-Altmeier-Ufer in Koblenz. Von dort aus soll es an Mosel und Rhein entlang in Richtung Deutsches Eck und zum kurfürstlichen Schloss gehen, wo die Kinder auf dem Spielplatz toben können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Resonanz auf die Ankündigung des Clubs war überwältigend: Innerhalb von nur zwei Tagen sammelte der Instagram-Kanal mehr als 400 Abonnenten. „Ich habe unglaublich viele liebe Nachrichten von Müttern erhalten, die sich genau so eine Community schon lange gewünscht haben“, freut sich Alexandra.
Alle weiteren Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte auf dem Instagram-Kanal des „moms club“ unter momsclub.koblenz.