Eine umfangreiche Baumaßnahme im Koblenzer Stadtteil Lützel ist abgeschlossen und das rund ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Wie das Tiefbauamt und die Stadtentwässerung Koblenz mitteilen, sind die Arbeiten im Bereich der Andernacher Straße und des Wallersheimer Wegs ab Mittwoch, 6. Mai 2026, beendet.
Das Projekt, das im Januar 2025 begann, ist ein wichtiger Teil der städtebaulichen Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs in Koblenz-Lützel (wir berichteten). Die ausführende Baufirma konnte die geplante Bauzeit deutlich verkürzen.
Neuer Kreisel für das Rosenquartier
Im Mittelpunkt der Arbeiten stand der Umbau der bisherigen Kreuzung zu einem modernen, vierarmigen Kreisverkehr. Dieser soll nicht nur die Verkehrsführung verbessern, sondern schafft auch eine direkte Anbindung für das neue Wohnquartier „Rosenquartier“. Der Kreisel mit einem Außendurchmesser von 21 Metern wurde mit barrierefreien Fußgängerüberwegen, neuen Gehwegen und zwei modernisierten Bushaltestellen ausgestattet.
Die Bauarbeiten erstreckten sich über einen Bereich von rund 50 Metern entlang der Andernacher Straße und etwa 200 Metern in den Wallersheimer Weg hinein. Während der Bauzeit wurde der Verkehr durch halbseitige Sperrungen mit Ampelschaltung geregelt, während Fußgänger den Bereich jederzeit passieren konnten.
Millionen-Investition in die Infrastruktur
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts war die Erneuerung des über 100 Jahre alten Mischwasserkanals im Wallersheimer Weg. Sowohl der Hauptkanal als auch die Hausanschlüsse wurden komplett saniert. Dies verbessert laut Stadtentwässerung die Leistungsfähigkeit des Systems und sichert langfristig den Grund- und Gewässerschutz.
Parallel zu den Kanalarbeiten wurden auch die Fahrbahn und die Gehwege erneuert sowie Versorgungsleitungen angepasst. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund vier Millionen Euro, davon 1,5 Millionen für den Straßenbau und 2,5 Millionen für die Kanalsanierung. Die Maßnahmen wurden durch Mittel von Bund und Land gefördert. Abschließend bedankten sich Tiefbauamt und Stadtentwässerung bei den Anwohnern und Gewerbetreibenden für ihre Geduld.