Die Fußgängerzone in der Schloßstraße in Koblenz ist erweitert worden. Wie die Stadt mitteilt, umfasst sie künftig auch den Kreuzungsbereich zur Casinostraße, der bisher ein verkehrsberuhigter Bereich war.
Ziel der Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern und andauernde Verkehrsverstöße in der Fahrradstraße Casinostraße zu unterbinden. Beobachtungen und Polizeikontrollen hatten laut Stadt gezeigt, dass das geltende Einfahrverbot von der Schloßstraße in die Casinostraße Richtung Süden häufig missachtet wird.
Poller soll für Einhaltung der Regeln sorgen
Um die Regelung nun baulich durchzusetzen, wurde ein abschließbarer Poller installiert, der durch bepflanzte Elemente ergänzt wird (Merkurist berichtete). Der 60 Meter lange Abschnitt der Casinostraße zwischen der Stegemannstraße und der Schloßstraße wird dadurch zu einer reinen Fahrradstraße ohne jeglichen Autoverkehr. Dort sollen auch zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder entstehen.
Für Autofahrer bleibt die Zufahrt für Anlieferungen zwischen 5 und 11 Uhr sowie ganztägig zu privaten Stellplätzen erhalten. Eine Umfahrung ist über die Neustadt, den Friedrich-Ebert-Ring und die Friedrichstraße zur Stegemannstraße möglich.
Parkplätze bleiben erhalten
Die bestehenden Angebote für Elektrofahrzeuge, Carsharing und eine begrenzte Anzahl an Kurzzeitstellplätzen in der Schloßstraße bleiben erhalten. Auch Motorrad- und Schwerbehindertenparkplätze wird es weiterhin geben, sie werden aber aus dem Kreuzungsbereich an andere Stellen in der Straße verlegt.
Die neuen Regelungen werden zunächst für ein Jahr erprobt. Während dieser Phase will die Stadt die Auswirkungen auf den Verkehr untersuchen und prüfen, wie die Maßnahmen angenommen werden. Die Erkenntnisse sollen in die weitere Entwicklung der Schloßstraße einfließen.