An der Spitze des Koblenzer Fahrradherstellers Canyon gibt es einen Wechsel und das in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Wie das Unternehmen mitteilt, wird Matthias Meier zum 1. Mai 2026 neuer Chief Executive Officer (CEO). Er wird Canyon künftig gemeinsam mit Gründer und Executive Chairman Roman Arnold führen.
Meier wechselt nach mehr als zwölf Jahren beim Fahrradkomponentenhersteller DT Swiss nach Koblenz. Dort war er in verschiedenen Führungspositionen tätig, zuletzt als Co-CEO.
Neuer Chef nach angekündigtem Stellenabbau
Die Neubesetzung der Führungsspitze folgt auf eine schwierige Phase für das Unternehmen. Erst im Januar hatte Canyon angekündigt, bis zu 320 Stellen abbauen zu wollen. Als Gründe nannte der Fahrradhersteller ein herausforderndes Marktumfeld, Überangebote und aggressive Rabatte.
Als neuer CEO bei Canyon übernimmt Meier nun die Gesamtverantwortung für das weltweite Geschäft, die kaufmännische Steuerung und das nachhaltige Wachstum. Zu seiner neuen Aufgabe sagt Meier: „Die größte Herausforderung in dieser Branche ist es, eine Marke aufzubauen, an die Fahrerinnen und Fahrer wirklich glauben. Canyon hat genau das erreicht.“ Er fügt hinzu: „Was jetzt erforderlich ist, ist die operative und kommerzielle Stärke, die dem eigenen Anspruch gerecht wird. Genau daran werden wir arbeiten.“
Doppelspitze soll Canyon in die Zukunft führen
Canyon-Gründer Roman Arnold, der als Executive Chairman im Unternehmen bleibt, blickt positiv auf die Zusammenarbeit. „Matthias verfügt nicht nur über beeindruckende Referenzen und fundierte Kenntnisse der Fahrradbranche, sondern ist vor allem selbst begeisterter Radfahrer“, so Arnold. „Mit dieser einzigartigen Kombination hat er DT Swiss erfolgreich vorangebracht und wird nun Canyon in ein aufregendes neues Kapitel führen.“
Unterdessen laufen die Gespräche über die Zukunft der Belegschaft weiter. Bei einer Betriebsversammlung Ende Januar hatte Gründer Arnold zugesichert, betriebsbedingte Kündigungen „möglichst verhindern“ zu wollen. Die IG Metall und der Betriebsrat fordern weiterhin alternative Lösungen zum Stellenabbau, um Arbeitsplätze am Standort Koblenz zu sichern.