Gute Nachrichten für den Naturschutz: Im Westerwald sind erstmals seit 1988 wieder Fischotter nachgewiesen worden. Die Tiere gehören zu den bedrohtesten Säugetieren Mitteleuropas.
Spezielle Artenspürhunde des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung haben Kotspuren von Fischottern im Westerwald entdeckt, wie die Stiftung Natur und Umwelt mitteilt. Wo genau der Fund gelang, wird nicht bekannt gegeben.
„Der einst in Rheinland-Pfalz an vielen Gewässern heimische Fischotter gehört zu den bedrohtesten Säugetierarten Mitteleuropas", sagt Umweltministerin Katrin Eder (Grüne). Der Nachweis im Westerwald sei ein Erfolg und Indikator für die Qualität der Gewässer im Land. Der letzte Nachweis gelang 2016 an der Nahe.
Schutzprojekt für Fischotter gestartet
Anfang 2024 hat die Stiftung Natur und Umwelt das Schutzprojekt „Otterland Rheinland-Pfalz" gestartet. Ein Schwerpunkt liegt auf der umfassenden Datenerhebung, bei der potenzielle Gefährdungen systematisch erfasst und analysiert werden. Gleichzeitig wird auch nach Otternachweisen gesucht.
Zum Projekt gehört auch, den Dialog mit Kommunen, Bauträgern und weiteren Akteuren zu verstärken, um den Schutz des Fischotters nachhaltig in Planungen und Maßnahmen zu integrieren.