Die Hauptblütezeit vieler Wildblumenwiesen im Koblenzer Stadtgebiet ist vorbei. Deshalb beginnt der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen nun mit dem Rückschnitt der Blühflächen, wie die Stadt Koblenz in einer Pressemeldung mitteilt.
Auch wenn derzeit noch einzelne Wildblumen blühen, ist der Sommerrückschnitt laut Stadt notwendig, um die Artenvielfalt langfristig zu sichern. Ohne eine regelmäßige Mahd würden sich vor allem konkurrenzstarke Gräser ausbreiten und die lichtbedürftigen Wildblumen verdrängen. Durch den Schnitt erhalten die Blumen wieder genug Licht und Platz. Viele Arten treiben danach erneut aus und blühen ein zweites Mal.
Schnitt erfolgt schrittweise zum Schutz der Insekten
Begonnen wird mit der Mahd auf den kleineren Blühflächen unter Bäumen auf der linken Moselseite. Danach folgen die Flächen auf der rechten Moselseite, unter anderem in der Innenstadt und auf dem Oberwerth, sowie die Blühstreifen auf der Karthause und auf der rechten Rheinseite. Dabei werden die Pflanzen auf etwa zehn Zentimeter Höhe zurückgeschnitten. Auf ausgewählten Flächen, wie der Rheinau-Wiese, bleiben zunächst einzelne Bereiche als sogenannte Altgrasinseln stehen. Sie dienen Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten als Rückzugsort.
Das Mähgut wird zudem nicht sofort abgeräumt, sondern bleibt für einige Tage liegen. So können Samen ausfallen und zur natürlichen Vermehrung der Pflanzen beitragen. Gleichzeitig haben Insekten die Möglichkeit, in die stehen gebliebenen Bereiche auszuweichen. Der zweite Schnitt erfolgt dann frühestens Anfang September, damit die Samen ausreifen können.