Das schwere Unwetter in der Nacht zum Donnerstag (20. August 2026 - Merkurist berichtete), hat im Westerwald zu erheblichen Schäden an der Strominfrastruktur geführt. Das hat die Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Koblenz mitgeteilt.
Zeitweise waren rund 25.000 Wohneinheiten von den Stromausfällen betroffen. Obwohl ein Großteil der Betroffenen bereits in der Nacht und am frühen Donnerstagmorgen wieder versorgt werden konnte, sind aktuell immer noch rund zehn Prozent der Kundinnen und Kunden ohne Strom.
„Schäden außergewöhnlich umfangreich“
Das Unwetter hinterließ an vielen Stellen schwere Schäden. Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste beschädigten Freileitungen, teilweise rissen ganze Leiterseile. Heftige Sturmböen deckten Dächer ab, wodurch Dachständer beschädigt oder vollständig abgerissen wurden.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit den ersten Meldungen zu Stromstörungen am gestrigen Abend im Einsatz und arbeiten mit Hochdruck an der Störungsbehebung. Die Schäden sind außergewöhnlich umfangreich und verteilen sich über ein großes Gebiet“, erklärte Hendrik Majewski, Geschäftsführer der zuständigen Netzgesellschaft Energienetze Mittelrhein (enm).
Mehr als 60 Orte ohne Strom
Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sprach am Donnerstag vor Ort von „einer Naturgewalt, die ich so noch nicht erlebt habe“. Mehr als 60 Orte waren ohne Strom.
Eine verlässliche Prognose, wann die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt ist, sei laut enm derzeit noch nicht möglich. Zwar werde damit gerechnet, dass im Laufe des Tages weitere Gebiete wieder ans Netz angeschlossen werden können. „Aufgrund der Schwere einzelner Schäden müssen wir jedoch davon ausgehen, dass nicht alle betroffenen Gebäude bis zum Tagesende wieder mit Strom versorgt werden können“, sagte Majewski.