Deshalb ist der Koblenzer Wasserspielplatz ein teures Sorgenkind

Nach einem Jahr Zwangspause soll der Wasserspielplatz am Deutschen Eck in Koblenz Ende April wieder öffnen. Doch eine störungsfreie Saison ist nicht garantiert.

Deshalb ist der Koblenzer Wasserspielplatz ein teures Sorgenkind

Der Wasserspielplatz am Deutschen Eck in Koblenz soll nach einer ganzjährigen Schließung im vergangenen Jahr wieder für Besucher öffnen. Wie der städtische Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen mitteilt, ist die Wiedereröffnung voraussichtlich Ende April geplant.

Seit Ende März ist der Bereich mit einem Bauzaun abgesperrt, um die Anlage für die neue Saison vorzubereiten. Derzeit handelt es sich dabei um regelmäßig notwendige Wartungsarbeiten, bei denen alle Fugen auf der versiegelten Fläche erneuert werden. Im Anschluss sind die Reinigung und Desinfektion der Anlage vorgesehen.

Grund für die lange Schließung war ein erheblicher Wasserverlust von rund 1.000 Litern aufbereitetem Trinkwasser pro Stunde. Daraufhin musste das komplexe System aus Zu- und Abläufen sowie einem unterirdischen Technikraum überarbeitet werden.

Störungsfreier Betrieb nicht garantiert

Eine Garantie für eine störungsfreie Saison könne allerdings nicht gegeben werden. Ein Grund dafür ist die komplexe unterirdische Technik. Die Pumpen und die Wasseraufbereitung seien durch den intensiven Betrieb seit der Eröffnung 2011 stark beansprucht und müssten in absehbarer Zeit saniert werden.

Der Spielplatz wurde für die Bundesgartenschau 2011 konzipiert. Eine derart intensive und jahrelange Nutzung sei damals nicht geplant gewesen. Zudem handele es sich nicht um ein fertiges System, sondern um viele zusammengesetzte Einzelelemente, die nicht immer optimal aufeinander abgestimmt seien. Der Betrieb des Wasserspielplatzes kostet die Stadt Koblenz laut Eigenbetrieb durchschnittlich rund 70.000 Euro pro Saison.