Ahmadiyya-Gemeinde äußert sich zu Attacke auf Tahir-Moschee in Koblenz

Nach dem Angriff auf die Tahir-Moschee in Koblenz spricht die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde von einem Hassverbrechen. Ein Bewohner hatte den Täter überrascht und so in die Flucht geschlagen.

Ahmadiyya-Gemeinde äußert sich zu Attacke auf Tahir-Moschee in Koblenz

Nach dem Angriff auf die Tahir-Moschee in Koblenz (Merkurist berichtete), hat sich die betroffene Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat in einer Pressemitteilung auf ihrem Social-Media-Kanal Facebook zu dem Vorfall geäußert.

Nach Erkenntnissen der Gemeinde kletterte eine unbekannte, vermummte Person über den Zaun des Geländes und zerstörte drei Fenster der Moschee. Weit kam der Täter jedoch nicht: Ein Bewohner, der sich in der Moschee aufhielt, bemerkte den Angriff. Als er ein Fenster im oberen Stockwerk öffnete, um den Täter anzusprechen, schlug er diesen in die Flucht.

Gemeinde verurteilt Angriff als Hasstat

Die Gemeinde geht von einer islamfeindlich motivierten Tat aus. „Wir sind zutiefst besorgt über diesen Angriff und verurteilen jede Form von Gewalt und Einschüchterung auf das Schärfste“, heißt es in der Mitteilung. „Ein Ort des Gebets und der Gemeinschaft darf niemals zur Zielscheibe von Hass werden.“ Man sei dankbar, dass niemand verletzt wurde.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Gemeinde vertraue darauf, dass die Behörden die Tat rasch aufklären werden. Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht zum Donnerstag vergangener Woche (16. Juli 2026) verdächtige Beobachtungen im Bereich der Moschee gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.