Pyro im Finale: So hoch ist die Strafe für TuS Koblenz und Eintracht Trier

Das Pokalfinale zwischen Trier und Koblenz hat ein teures Nachspiel. Wegen des massiven Pyro-Einsatzes müssen nicht nur die Vereine, sondern auch der Verband zahlen.

Pyro im Finale: So hoch ist die Strafe für TuS Koblenz und Eintracht Trier

Das Rheinlandpokalfinale im Fußball zwischen dem SV Eintracht Trier und der TuS Koblenz am Samstag, 23. Mai 2026, hat finanzielle Konsequenzen. Wie der Trierische Volksfreund (TV) berichtet, müssen beide Vereine und auch der Fußballverband Rheinland (FVR) nach dem massiven Einsatz von Pyrotechnik im Trierer Moselstadion zahlen.

Demnach hat die Verbandsspruchkammer des FVR eine Strafe von 4.000 Euro gegen Eintracht Trier verhängt. Die TuS Koblenz müsse 3.000 Euro zahlen. Laut Markus Kohl (Saarburg), dem Vorsitzenden der Spruchkammer, habe sich der Verband auf Zählungen der Polizei berufen. Diese habe im Trierer Fanblock 85-mal den Einsatz von Pyrotechnik registriert, bei den Koblenzern sei 36-mal gezündet worden. Dass Koblenz im Verhältnis mehr zahlen müsse, liege daran, dass die TuS-Anhänger als Wiederholungstäter im laufenden Wettbewerb gelten würden. Die mögliche Höchststrafe von 5.000 Euro sei nicht verhängt worden, da es zu keiner Spielunterbrechung gekommen sei.

Verband muss für Schäden an Tartanbahn aufkommen

Zusätzlich zu den Strafen für die Vereine muss der FVR als Veranstalter selbst für Schäden im Stadion aufkommen. Wie die Stadt Trier dem Volksfreund mitteilte, seien nach dem Abbrennen pyrotechnische Gegenstände über die Zäune auf die Laufbahn geworfen worden. Durch die Hitze seien Brand- und Schmorschäden auf dem Tartanbelag entstanden.

Die Kosten für die Reparatur durch eine Fachfirma schätzt die Stadt auf 7.500 bis 10.000 Euro, die der FVR tragen müsse. Einer Selbstbestrafung wegen eines möglicherweise mangelnden Ordnungsdienstes sehe die FVR-Ordnung bei Pyrotechnik nicht vor. „Bei Pyrotechnik können wir nicht unterstellen, dass das Einschleusen an einem mangelnden Ordnungsdienst lag. Vieles kommt erfahrungsgemäß über Dritte rein“, wird Kohl zitiert.