44-Millionen-Defizit: Entscheidung um Koblenzer Haushalt gefallen

Der Koblenzer Haushalt für 2026 ist genehmigt, obwohl er ein Defizit von 44 Millionen Euro aufweist. Die Stadt kann nun wichtige Projekte umsetzen, muss aber weiter den Sparkurs halten.

44-Millionen-Defizit: Entscheidung um Koblenzer Haushalt gefallen

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat grünes Licht für den Koblenzer Haushalt für das Jahr 2026 gegeben und das bereits im ersten Anlauf. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, weist der Etat allerdings ein erhebliches Defizit auf. Trotzdem ist die Stadt nun handlungsfähig und kann geplante Maßnahmen frühzeitig starten.

Der genehmigte Ergebnishaushalt weist ein Minus von rund 44 Millionen Euro aus, im Finanzhaushalt beläuft sich das Defizit auf etwa 40 Millionen Euro. Laut Stadt ist diese Entwicklung vor allem auf Faktoren zurückzuführen, die sie nur begrenzt beeinflussen kann. Dazu zählen allgemein gestiegene Lebenshaltungs- und Baukosten, höhere Personalausgaben durch Tariferhöhungen sowie hohe Kosten für Sozial- und Jugendhilfe. Mit ähnlichen Problemen kämpfen derzeit viele Kommunen in Deutschland.

Dass der Haushalt dennoch genehmigt wurde, ist laut Mitteilung das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Stadtrat und Verwaltung. Durch Sparmaßnahmen sowie die Anpassung von Gebühren und Beiträgen sei es gelungen, die Handlungsfähigkeit der Stadt für 2026 zu sichern.

Oberbürgermeister: „Defizit möglichst gering halten“

„Rat und Verwaltung haben vor dem Hintergrund ambitionierter kommunaler Finanzaussichten den bestmöglichen Haushalt für 2026 aufgestellt“, erklärt Oberbürgermeister David Langner. Die Aufsichtsbehörde habe diesen nun früh genehmigt und in seiner Form ausdrücklich begrüßt. Langner betont: „Nun gilt es bei der Haushaltsumsetzung durch gutes Bewirtschaften der Mittel, Einsparungen, sowie Einnahmeverbesserungen, das Defizit möglichst gering zu halten.“

Gleichzeitig machte die ADD in ihrer Genehmigung aber auch deutlich, dass in den kommenden Jahren weitere Kraftanstrengungen notwendig seien. Die Stadt müsse ihren Kurs der Haushaltskonsolidierung konsequent fortführen, um die finanzielle Situation zu verbessern.

Hohe Neuverschuldung geplant

Für das Jahr 2026 sind Investitionen in Höhe von rund 148,8 Millionen Euro vorgesehen. Finanziert werden sollen diese unter anderem durch neue Kredite von etwa 91,2 Millionen Euro. Die gesamte Kreditverschuldung der Stadt wird damit bis Ende 2026 voraussichtlich auf 687 Millionen Euro ansteigen. Nach der öffentlichen Bekanntmachung ist der Haushalt ab dem morgigen Donnerstag umsetzbar.