Mehr Ärzte für die Region: Medizincampus Koblenz wird deutlich ausgebaut

Der Medizincampus Koblenz wird ausgebaut. Ein neuer Vertrag schafft 50 zusätzliche Studienplätze und soll so den ärztlichen Nachwuchs in der Region sichern. Los geht es schon nächstes Jahr.

Mehr Ärzte für die Region: Medizincampus Koblenz wird deutlich ausgebaut

Ein wichtiger Schritt für die medizinische Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Das Land und die Bundeswehr haben einen Kooperationsvertrag zur Stärkung des Medizincampus Koblenz unterzeichnet. Wie das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit am Freitag mitteilte, soll damit der ärztliche Nachwuchs in der Region gesichert werden.

Die Vereinbarung schafft eine verbindliche Grundlage für den Ausbau des Standorts. „Wir bringen das Medizinstudium in die Fläche unseres Landes und sichern somit den ärztlichen Nachwuchs“, erklärte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Künftig können Studierende ihr Medizinstudium ab dem fünften Semester in Koblenz fortsetzen.

Starke Partner für die Ausbildung

Geplant ist eine Aufstockung um 50 weitere Studienplätze. Bereits ab dem Sommersemester des kommenden Jahres sollen in Rheinland-Pfalz dann jährlich insgesamt 500 Medizinstudienplätze zur Verfügung stehen. Parallel dazu wird ein eigenständiger Studiengang Mainz/Koblenz etabliert, der die Stärken beider Standorte bündeln soll.

An der Kooperation sind neben der Universitätsmedizin Mainz und dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz auch das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur sowie das Landeskrankenhaus mit der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach beteiligt. Laut Hoch setzt das Land damit ein Zeichen für eine moderne und praxisnahe Ausbildung, die zugleich die Gesundheitsversorgung in der Region Koblenz nachhaltig stärke.