Eine bekannte Adresse in der Koblenzer Gastronomieszene schließt ihre Türen: Der Medina Shisha Palast hat nach 13 Jahren sein Aus bekannt gegeben. Das teilten die Betreiber am Mittwochabend auf ihren Social Media Accounts mit.
Die Cocktail- und Shishabar war seit 2013 in Betrieb. „Nach 13 unvergesslichen Jahren ist es an der Zeit, Abschied zu nehmen und unsere Türen zu schließen“, heißt es in der Mitteilung. Einen konkreten Grund für die Schließung nennt das Team nicht. Man bedanke sich von ganzem Herzen bei allen Gästen, Freunden, Mitarbeitern und Unterstützern. Am Donnerstag (20. August) öffnen sie bereits zum letzten mal ihre Türen.
Branche steckt in der Krise
Die Schließung des Medina Shisha Palastes fällt in eine Zeit, in der die gesamte Shisha-Branche mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Eine umstrittene Verpackungsvorschrift, die von Mitte 2022 bis Juli 2024 galt und nur noch 25-Gramm-Packungen erlaubte, stürzte viele legale Händler und Barbetreiber in eine Krise. Diese Regelung führte dazu, dass der Schwarzmarkt boomte, während die legalen Verkäufe und damit auch die Steuereinnahmen drastisch einbrachen.
Obwohl die Regelung inzwischen wieder aufgehoben wurde, hat sich die Lage für viele Betriebe nicht vollständig erholt. Gestiegene Steuern und Energiekosten sowie die starke Konkurrenz durch den weiterhin florierenden Schwarzmarkt belasten die Branche. Händler berichten von Umsatzeinbußen und der Notwendigkeit, Personal zu entlassen. Zusätzliche Sorgen bereitet ein Vorhaben der EU-Kommission, die Mindeststeuern für Tabakprodukte weiter zu erhöhen, was den Preis für legalen Shisha-Tabak erneut in die Höhe treiben und den Schwarzmarkt weiter stärken könnte.