Burger, Pommes und Co. genießen und gleichzeitig Kalorien sparen? Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, ist das Konzept von Mcro’nauts. Das Fast-Food-Restaurant hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Gerichte so zu gestalten, dass sie in eine gesunde, sportorientierte Ernährung passen, ohne dass Gäste verzichten müssen. Noch in diesem Herbst soll das Konzept in die Koblenzer Rizzastraße 47 ziehen.
„Fastfood essen wir alle gerne. Da muss sich keiner was vormachen“, erklärt Mcro’naut-Gründer Cem Corlu im Gespräch mit Merkurist. Der Kölner ist, seit er vier Jahre alt ist, Leistungssportler. Dadurch kennt er vor allem eines, wenn es um Ernährung geht: Verzicht. Dies machte sich auch bei Restaurantbesuchen im sozialen Umfeld bemerkbar: „Entweder hast du stillschweigend daneben gesessen und es war den anderen unangenehm oder sie sind Kompromisse eingegangen, damit du auch auf deine Kosten kommst.“ Aus diesen Situationen heraus entwickelte der ehemalige American-Football-Spieler die Idee für ein diät- und sportkonformes Fast Food.
Vom Fitnessstudio zum Burger-Konzept
Gestartet ist Corlu 2023 mit Mcro’nauts, indem er und sein Team zunächst die Nährwerte anderer Restaurants transparent für Gäste machten. Als Inhaber des Kölner Fitnessstudios „The Gym Project“ entschied er sich rund ein Jahr später, auf 300 Quadratmetern seines eigenen Fitnesstudios das erste Mcro’nauts-Restaurant zu eröffnen. Das Angebot ähnelt dem klassischer Fast-Food-Ketten, doch die Nährwerte unterscheiden sich deutlich. Ein Beispiel ist der Burger „HAM Skinny“, der laut Karte knapp 290 Kalorien bei 29 Gramm Protein hat. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Burger hat zwischen 400 und 800 Kalorien bei einem meist geringeren Proteingehalt.
Doch wie gelingt das? Das Konzept von Mcro’nauts optimiert die drei Hauptkomponenten eines Burgers, die für die meisten Kalorien verantwortlich sind: Brot, Fleisch und Soßen. „Klassische Fast-Food-Konzepte arbeiten mit günstigerem Fleisch, was bei 28 bis 30 Prozent Fett liegt. Das ist geschmacklich natürlich eine tolle Geschichte“, erklärt Corlu. Mcro’nauts hingegen verwendet laut eigenen Angaben hochwertiges Fleisch aus der Kalbsschulter mit einem Fettgehalt von etwa 1,4 Prozent. Auch vegetarische und vegane Optionen werden angeboten.
Eigene Protein-Brötchen und Kooperationen
„Das zweite sind unsere Soßen. Wir haben hauseigene Soßen, die Low-Fat bis Kein-Fat und Low-Zucker bis Kein-Zucker sind“, so der Gründer. Diese entwickelt das Unternehmen mit Experten. Außerdem wurde ein sogenannter Mcro’Bun kreiert, ein Burger-Brötchen auf Basis von Kartoffelstärke, das ebenfalls einen hohen Proteingehalt aufweist.
Als Eröffnungstermin für den Standort in Koblenz peilen die Gründer Ende Oktober bis Mitte November an. Die Wahl fiel auf Koblenz, da die Stadt laut Corlu als „sehr fitness- und sportaffin“ gilt und bereits im Kölner Restaurant eine hohe Nachfrage von Kunden aus Koblenz herrschte. Für die Zukunft plant Mcro’nauts zudem Kooperationen mit Koblenzer Fitnessstudios. Ein Modell ist dabei die sogenannte „Mcro-Station“, bei der sich Kunden ihre Burger direkt im Fitnessstudio selbst zubereiten können.