Der Bau der Interimsschule in Koblenz-Goldgrube dauert länger als ursprünglich geplant. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Dadurch verschiebt sich auch der Umzug des Max-von-Laue-Gymnasiums, das in dem Gebäude unterkommen soll, um rund ein Jahr. Ursprünglich war der Umzug zum Schuljahr 2027/2028 vorgesehen.
Für die Verzögerung gibt es laut Stadt zwei Gründe. Zum einen fordert die zuständige Aufsichtsbehörde, die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, ein Bebauungsplanverfahren für die Errichtung der Schule. Zum anderen plant die Stadt erstmals eine sogenannte Totalunternehmer-Vergabe. Dabei wird ein einziger Auftragnehmer mit dem gesamten Bau beauftragt, was im Vorfeld mehr Zeit für vertragliche und technische Vorbereitungen benötigt. „Hiermit wollen wir einen möglichst reibungslosen Bauablauf gewährleisten, um spätere Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden“, erklärt Baudezernent Andreas Lukas das Vorgehen.
Nach dem neuen, vorläufigen Zeitplan ist die Einreichung des Bauantrags für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die Erdarbeiten sollen im vierten Quartal 2027 beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Gebäude im dritten Quartal 2028 fertig sein. Im Anschluss könnte der Umzug des Max-von-Laue-Gymnasiums an den Interimsstandort erfolgen.
Planungssicherheit für Schulen hat Priorität
„Uns ist bewusst, dass Veränderungen im Zeitplan für die Schulgemeinde mit vielen Fragen verbunden sind. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler hat dabei höchste Priorität“, so Baudezernent Lukas. Bildungsdezernent Ingo Schneider ergänzt, dass die betroffenen Schulen, das Max-von-Laue-Gymnasium und die Pestalozzi-Grundschule, Planungssicherheit bräuchten. „Sie brauchen einen verlässlichen Zeitplan, mit dem sie arbeiten können“, sagt Schneider.
Das bisherige Gebäude des Max-von-Laue-Gymnasiums in der Südallee soll bis Ende 2028 weiter genutzt werden. Dafür muss die Feuerwehr Koblenz eine neue Gefährdungsbeurteilung erstellen. Die Interimsschule wird benötigt, damit am bisherigen Standort notwendige Bauarbeiten durchgeführt werden können.