Ein Stück Koblenz bei der WM: Dieses Stadiondach ist aus Deutschland

Ein Stück Koblenz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Die Firma Kalzip hat das Dach des Estadio Monterrey in Mexiko gebaut. Dort finden vier Spiele des Turniers statt.

Ein Stück Koblenz bei der WM: Dieses Stadiondach ist aus Deutschland

Am Donnerstag, 11. Juni, ist die 23. Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen worden. Neben einem Torwart, Josué Duverger (Merkurist berichtete), der für den Oberligisten FC Cosmos Koblenz spielt und im Kader des Nationalteams von Haiti steht, ist auch ein Unternehmen aus Koblenz prominent vertreten. Die Firma Kalzip trägt den Namen der Stadt an Rhein und Mosel bis ins Estadio Monterrey, in einem der Austragungsorte in Mexiko. Dort war das Unternehmen beim Bau für die gesamte Gebäudehülle des Stadions verantwortlich.

Wie das Unternehmen auf seiner Webseite veröffentlicht, wurde das technisch anspruchsvolle Projekt zwischen 2013 und 2015 erfolgreich realisiert. Für Kalzip war es das erste Projekt in Mexiko. Nun wird das Stadion mit dem Koblenzer Dach zur Bühne für vier WM-Spiele.

Vier WM-Spiele unter Koblenzer Dach

Fußballfans können während des Turniers gleich mehrfach einen Blick auf die Konstruktion werfen. Im Estadio Monterrey finden drei Vorrundenspiele statt: Schweden gegen Tunesien (Montag, 15. Juni 2026), Tunesien gegen Japan (Sonntag, 21. Juni 2026) und Südafrika gegen Südkorea (Donnerstag, 25. Juni 2026).

Zusätzlich wird am Dienstag, 30. Juni 2026, eine Partie des Sechzehntelfinals in dem Stadion ausgetragen. Dabei trifft der Sieger der Gruppe F, in der unter anderem die Niederlande und Japan spielen, auf den Zweitplatzierten der Gruppe C, zu der Brasilien und Schottland gehören.

Anspruchsvolles Design und extremes Wetter

Das Bauvorhaben für den Club de Futbol Monterrey stellte hohe Anforderungen an die Planer und die ausführende Firma. Die Architekten von Populous und VFO entwarfen eine komplexe, asymmetrische Form, die sowohl die Geschichte der Region als auch die umliegende Berglandschaft widerspiegeln sollte.

Eine besondere Herausforderung war, dass keine zwei der Verkleidungsabschnitte des 55.000 Quadratmeter großen Stehfalzdaches in Größe oder Form identisch sind. Zudem musste die Konstruktion extremen Wetterbedingungen wie starkem Wind, Schlagregen und sehr hohen Temperaturen standhalten.