In der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar steht den drei Koblenzer Vereinen TuS Koblenz, FC Rot-Weiß Koblenz und FC Cosmos Koblenz eine Saison 2026/2027 mit einem stark veränderten Teilnehmerfeld bevor. Und ein Ex-Koblenzer Trainer ist mit seinem neuen Team ebenfalls zurück in der fünfthöchten Spielklasse.
Als Meister verlässt die U21 des 1. FC Kaiserslautern die Liga in Richtung Regionalliga Südwest. Als feste Absteiger in die Verbandsligen standen bereits seit gut einer Woche der FV Dudenhofen, der SC Idar-Oberstein sowie der FV Eppelborn fest.
Rückkehrer in die Oberliga ist der TSV Schott Mainz, der aus der Regionalliga Südwest absteigt. Aus den Verbandsligen rücken zudem die Meister Ahrweiler BC (Rheinland), TuS Mechtersheim (Südwest) und die zweite Mannschaft des Bundesligaaufsteigers SV Elversberg (Saarland) direkt auf.
SV Rot-Weiss Wittlich ist vierter Aufsteiger
Ein vierter Aufstiegsplatz wurde in einer Aufstiegsrunde der drei Vizemeister aus dem Rheinland, dem Saarland und dem Südwestverband ausgespielt. Der SV Rot-Weiss Wittlich (Rheinland) setzte sich mit Siegen (5:0 beim FSV Viktoria Jägersburg/Saarland-Liga) und am Sonntag, 7. Juni, vor 1600 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des Stadions am Wittlicher Bürgerwehr mit 3:2 gegen den TB Jahn Zeiskam (Verbandsliga Südwest) durch.
Meliani Saim war gegen Zeiskam der gefeierte Siegtorschütze für die Heimmannschaft, die von Trainer Yusuf Emre Kasal zum Aufstieg geführt wurde. Kasal hatte den 32-jährigen Saim in der 77. Minute eingewechselt. Kurz vor Schluss traf der Angreifer zum umjubelten Siegtor (87.).
Yusuf Emre Kasal? Ja, dieser Name ist auch in Koblenz ein Begriff. Der 38-Jährige führte vor einem Jahr den FC Cosmos Koblenz als Rheinlandmeister in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Im Winter 2025/2026 trennten sich Cosmos und Kasal. Binnen 378 Tagen nach seinem ersten Aufstieg wiederholte Kasal diesen Erfolg nun auch mit seinem neuen Verein. In der kommenden Saison kommt es folglich unter anderem zu zwei Spielen zwischen Kasals neuem und seinem alten Klub.
Pirmasener Aufstiegshoffnungen schwinden
Für den FK Pirmasens sind die Hoffnungen auf den Aufstieg in die Regionalliga Südwest derweil stark gesunken. Der Zweitplatzierte der Oberliga kämpft am Mittwoch, 10. Juni, im Stadion Husterhöhe in Pirmasens gegen den VfR Mannheim um den Sprung in die vierthöchste Spielklasse. Während der VfR Mannheim (2. Oberliga Baden-Württemberg) sein erstes Spiel gegen den FC Eddersheim (2. Hessenliga) mit 4:1 gewonnen hat, unterlag Pirmasens am Sonntag (7. Juni) bei den Hessen klar mit dem gleichen Ergebnis (1:4).
Kuriose Konstellation vor finalem Spiel
Nun brauchen die Pfälzer in der abschließenden Begegung gegen Mannheim einen Sieg mit vier Toren Unterschied, um doch noch aufzusteigen. Kurios und historisch wird es für den Fall, dass Pirmasens die Mannheimer ebenfalls mit 4:1 bezwingt. Dann nämlich würde erstmals in der Geschichte der Regionalliga Südwest ein Losverfahren über den Aufstieg entscheiden.
Ludwigshafen muss zittern
Der Ausgang des Spiels in Pirmasens ist auch entscheidend für den FC Arminia Ludwigshafen. Steigt Pirmasens auf, bleibt der Viertletzte der Oberliga auch in der Saison 2026/2027 Oberligist. Scheitert der FKP, muss Ludwigshafen in die Verbandsliga absteigen.
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 2026/2027
1. TSV Schott Mainz (Absteiger Regionalliga Südwest)
2. FK Pirmasens (? – 14. FC Arminia Ludwigshafen)
3. FC Emmelshausen-Karbach
4. TuS Koblenz
5. FV Engers
6. FC Rot-Weiß Koblenz
7. FC Hertha Wiesbach
8. VfR Wormatia Worms
9. TSV Gau-Odernheim
10. FC Cosmos Koblenz
11. SV Gonsenheim
12. SV Auersmacher
13. FV Diefflen
14. Sportfreunde Eisbachtal
14. FC Arminia Ludwigshafen (? – 2. FK Pirmasens)
15. SV Wittlich (Vizemeister Rheinlandliga)
16. Ahrweiler BC (Meister Rheinlandliga)
17. TuS Mechtersheim (Meister Verbandsliga Südwest)
18. SV Elversberg II (Meister Saarland-Liga)