Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an einer Stewardess in Bonn hat der Angeklagte vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Das berichtet t-online.de. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 59-jährigen Mann aus Bad Breisig im Kreis Ahrweiler.
Der 59-jährige Deutsche habe am ersten Verhandlungstag eingeräumt, dass er die damals 29-Jährige im Jahr 1992 vergewaltigt und getötet habe. Zuvor sei er in ihre Wohnung eingebrochen (Merkurist berichtete).
Die Leiche der jungen Frau sei im Oktober 1992 nach einem Brand in ihrer Wohnung im Bonner Stadtteil Bad Godesberg entdeckt worden. Die Obduktion habe ergeben, dass sie vor dem Feuer mit einem unbekannten Werkzeug stranguliert worden sei. Die Staatsanwaltschaft sei davon überzeugt, dass der Täter das Feuer gelegt habe, um die Vergewaltigung zu verdecken.
DNA-Spur führt zum Täter
Nach jahrzehntelangen Ermittlungen hätten Spezialisten für ungelöste Fälle, sogenannte Cold-Case-Spezialisten, den Fall neu aufgerollt und den Mann durch DNA-Spuren überführt. Seine DNA sei in der Datenbank registriert gewesen, da er bereits 1995 wegen zwei anderer Vergewaltigungen zu einer Haftstrafe verurteilt worden war. Die Festnahme sei im Mai vergangenen Jahres an seinem Wohnort in Bad Breisig erfolgt.
Die Stewardess habe sich zum Tatzeitpunkt allein in der Wohnung befunden, da ihr Lebensgefährte Nachtschicht gehabt habe. Wie der Angeklagte in die Wohnung gelangt sei, sei im Prozess bislang nicht geklärt worden. Ein Urteil in dem Mordprozess werde für Mitte März erwartet.