Dem Krankenhaus des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GK-Mittelrhein) in Boppard droht die Schließung. Wie das Klinikum in einer Pressemeldung mitteilt, muss am kommenden Freitag, 16. Januar, in der Gesellschafterversammlung über ein Schließungskonzept für den Standort beraten und entschieden werden.
Grund dafür ist die Entscheidung des Rhein-Hunsrück-Kreises, einen vorgeschlagenen Kompromiss zur Finanzierung abzulehnen. Laut GK-Mittelrhein habe der Kreis neue, für die Hauptgesellschafter, die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz, untragbare Bedingungen gestellt.
Risiken bei Stadt Koblenz und Kreis Myk
So schließe der Rhein-Hunsrück-Kreis einen Verlustausgleich nach 2028 aus, verlange aber gleichzeitig eine Betriebspflicht bis Ende 2030. Damit würden sämtliche Risiken auf die beiden anderen Gesellschafter verlagert.
Die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz sehen sich nicht in der Lage, in alleiniger Verantwortung dauerhaft ein Krankenhaus in einer anderen Kommune zu finanzieren. Durch die Ablehnung des Kreises entfalle die finanzielle Basis für das erarbeitete Zukunftskonzept, das den Standort Boppard sichern sollte.
„Wir hoffen sehr, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis die bis dahin verbleibende Zeit noch nutzt und den gefundenen Kompromiss mitträgt, da auch die neuesten Bedingungen nicht tragbar und zielführend sind“, betont David Langner, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.