Falschparkern in Koblenz drohen höhere Abschleppkosten

Falschparker in Koblenz müssen mit höheren Kosten rechnen, wenn ihr Fahrzeug abgeschleppt wird. Die Stadtverwaltung rechnet mit mit einer Erhöhung um rund 20 Prozent, weil der Vertrag mit einem Abschleppunternehmen neu verhandelt werden muss.

Falschparkern in Koblenz drohen höhere Abschleppkosten

Höhere Preise könnten in Koblenz auf Falschparker ab 1. April zukommen. Das geht aus einer Ausschreibung für einen neuen Rahmenvertrag für „Abschleppdienstleistungen“ hervor. Im Haushalt für dieses Jahr hatte die Verwaltung bereits die Preissteigerung wegen der Neuvergabe des Auftrags einkalkuliert.

„Es wird mit einer Kostensteigerung von 20 Prozent pro Fall gerechnet“, heißt es da. Die Einnahmen aus Abschlepp-Gebühren werden für dieses Jahr auf 385.220 Euro geschätzt. Der Ausschreibung zufolge rechnet die Stadt mit etwa 2000 Abschleppfällen pro Jahr. Das ergebe sich aus „Erfahrungswerten der vergangenen Jahre“.

315.000 Euro im Haushalt eingeplant

Demnach werden rechnerisch pro Tag etwa fünf falschparkende Autos in Koblenz abgeschleppt. Für die Dienste des Abschleppunternehmens sind im Haushalt 315.000 Euro eingeplant, 55.000 Euro mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2022 waren in Koblenz 2500 Autos abgeschleppt worden. Dafür kassierte die Stadt 468.000 Euro von den betroffenen Kfz-Haltern.

Das künftige Abschleppunternehmen muss der Ausschreibung der Stadt zufolge mindestens über zwei Abschleppfahrzeuge sowie einem Spezial-Bergungsfahrzeug mit Kran verfügen. Bei Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen oder Rosenmontag müssen zusätzliche Abschleppautos mit Fahrern bereitstehen. Weitere Bedingung: Die Abschlepper müssen innerhalb von 20 Minuten am Einsatzort eintreffen.