Die Sanierung des Koblenzer Stadttheaters wird noch teurer. Im Laufe der Arbeiten wurden Schäden am Dachstuhl festgestellt. Mehrkosten: 3,086 Millionen Euro.
Der Zustand des Dachs am Deinhardplatz sei „deutlich schlechter als nach den umfangreichen Voruntersuchungen zu erwarten war“, heißt es in einer Vorlage für den Stadtrat. Zudem habe der Denkmalschutz „in einem sehr späten Stadium weitergehende Anforderungen formuliert“. Das führe zu „einer wesentlichen Verlängerung der Bauzeit und Kostensteigerungen“. Die Gesamtkosten der Kernsanierung des imposanten Baus aus dem Jahr 1787 steigen dadurch auf 40,1 Millionen Euro.
Zeitpunkt der Wiedereröffnung ungewiss
Unklar ist, wann das Theater wieder genutzt werden kann. Ursprünglich sollte die Sanierung ein Jahr dauern. Wegen anderer bei der Planung unbekannter Baumängel wurde der Einzug um ein Jahr auf die Spielzeit 2026/2027 verschoben. Solange tritt das Ensemble in einem Behelfs-Zelt auf dem Freigelände der Festung Ehrenbreitstein auf. Die jetzt aufgetauchten Mängel könnten auch diesen Zeitplan ins Wanken bringen. In der Vorlage für den Stadtrat wird als einer der Gründe für die Mehrkosten die „Verlängerung des Mietzeitraums der Veranstaltungstechnik im Theaterzelt“ genannt.
Stadt sucht nach Lösungen
Die Verwaltung will die Zusatzausgaben über Einsparungen bei anderen Projekten wie der Bezirkssportanlage „Schmitzers Wiese“ oder der Raumerweiterung an der Gesamtschule Asterstein finanzieren. Außerdem versucht die Stadt zusätzliche Fördergelder des Landes für den Theater-Umbau zu erhalten.