Die Warnung vor einer hochgiftigen Schlange in Linz am Rhein bleibt bestehen, obwohl es mittlerweile Zweifel an der Echtheit eines Beweisfotos gibt. Das teilt die Verbandsgemeinde Linz am Rhein mit.
Am Donnerstag hatte ein Bürger im Bereich des Roniger Wegs eine Schlange gesichtet, fotografiert und das Bild an das Ordnungsamt weitergeleitet. Daraufhin wurden die Polizei und Experten für Giftschlangen informiert. Das Foto soll eine Korallenotter zeigen – eine hochgiftige Schlangenart, die eigentlich in Mittel- und Südamerika beheimatet ist. Die Behörden warnten die Bevölkerung, unter anderem über eine Warn-App (Merkurist berichtete).
Inzwischen ist jedoch unklar, ob das Foto authentisch oder möglicherweise KI-generiert ist. Laut Verbandsgemeinde konnten auch Experten der Polizei diese Frage bislang nicht abschließend klären. Seit der ersten Meldung am Donnerstag sind keine weiteren Sichtungen der Schlange eingegangen.
Vorkehrungen für den Ernstfall
Trotz der Unsicherheit hat die Verbandsgemeindeverwaltung vorsorglich Maßnahmen getroffen. „Falls sich die Sichtung der Korallenotter bestätigt, sind wir vorbereitet“, erklärt Bürgermeister Frank Becker. Ein auf Reptilien spezialisierter Fachmann stehe in Bereitschaft, um das Tier bei einer erneuten Sichtung einzufangen.
Zusätzlich sei für diesen Fall ein Rettungswagen eingeplant. Auch das Krankenhaus in Linz wurde informiert, um bei einem Schlangenbiss schnell reagieren zu können. Die Korallenotter gilt als sehr giftig. Ihr Biss kann unbehandelt die Atemwege lähmen. Die Schlangen sind jedoch nicht aggressiv und beißen nur, wenn sie bedrängt werden. Wer das Tier sieht, soll Abstand halten und sofort den Notruf 110 oder 112 wählen.