Großeinsatz: Polizei kontrolliert 123 Personen in Koblenzer Innenstadt

Nach vermehrten Straftaten und Drogenhandel griff die Polizei in Koblenz durch. Bei einem Großeinsatz in der Innenstadt kontrollierten die Beamten mehr als 100 Personen und diverse Geschäfte.

Großeinsatz: Polizei kontrolliert 123 Personen in Koblenzer Innenstadt

Mit einem Großeinsatz haben Polizei, Zoll und Ordnungsamt am Mittwochabend in der Koblenzer Innenstadt zahlreiche Personen und Geschäfte kontrolliert (Merkurist berichtete). Das meldet das Polizeipräsidium Koblenz.

Der Einsatz war eine Reaktion auf die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate. Laut Polizei hatten sich an mehreren Orten in der Stadt vermehrt Jugendliche und junge Erwachsene getroffen, um Straftaten wie Diebstähle, Raubüberfälle oder Körperverletzungen zu verabreden oder zu begehen. Zudem gab es Hinweise auf Drogenhandel. Sowohl Bürger als auch Gewerbetreibende hatten sich darüber beschwert.

Unter der Leitung der Polizeiinspektion Koblenz 1 waren neben Kräften der Schutz- und Kriminalpolizei auch die Bereitschaftspolizei, das Ordnungsamt und der Zoll an der Aktion beteiligt. Sie kontrollierten mehrere Personengruppen sowie Geschäftsräume, Spielhallen und Gaststätten.

Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 123 Personen. Dabei handelte es sich überwiegend um Jugendliche und junge Erwachsene, die größtenteils aus Koblenz und der Umgebung stammen. Laut Polizei waren es sowohl deutsche Staatsangehörige als auch Menschen mit Migrationshintergrund.

Drogen, Waffe und Diebesgut gefunden

Bei den Kontrollen stellten die Beamten einiges fest: Es gab vier Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, einen Verstoß gegen das Waffengesetz und einen gegen das Konsumcannabisgesetz. Zudem besteht bei einer Person der Verdacht eines Diebstahls. Bei drei weiteren Personen wird wegen möglicher Verstöße gegen das Ausländerrecht ermittelt. Fünf Personen erhielten einen Platzverweis. Auch in den überprüften Geschäftsräumen wurden mehrere Verstöße festgestellt, deren abschließende Bewertung aber noch aussteht.

Polizeioberrat Steffen Göbel, der den Einsatz leitete, zeigte sich zufrieden. „Die Entwicklung in den letzten Wochen hat diese Maßnahme erforderlich gemacht“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Koblenz 1. „Neben der Verfolgung von Straftaten ging es auch darum, die Personen aus der Anonymität zu heben und zu zeigen, dass wir der Entwicklung entschieden entgegentreten.“