In Koblenz-Neuendorf wird in den kommenden Jahren ein neuer Grünzug gebaut, der den Stadtteil besser mit dem Rheinufer verbindet. Bei einem Informationsspaziergang stellten Vertreter des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen die Pläne nun interessierten Anwohnern vor. Das Projekt soll die Aufenthaltsqualität und den Naherholungswert in Neuendorf deutlich verbessern.
Die rund 600 Meter lange und barrierearme Wegeverbindung entsteht zwischen dem Wallersheimer Weg und dem Rhein. Ziel ist es, die Quartiere im Kreutzchen, der Weißen Siedlung und Alt-Neuendorf besser zu vernetzen und bislang unzugängliche Grünflächen für die Öffentlichkeit zu öffnen. Ein einheitlich gestalteter Hauptweg und wiederkehrende Elemente sollen die einzelnen Abschnitte zu einem zusammenhängenden Park verbinden.
Bürgerwünsche prägen die Pläne
Die vorgestellten Pläne, die der Stadtrat bereits im August 2025 beschlossen hatte, basieren auf einer umfangreichen Bürgerbeteiligung. Wie die Stadt mitteilt, brachten im Mai 2024 insgesamt 235 Menschen ihre Ideen und Wünsche bei einer Auftaktveranstaltung und einer Online-Befragung ein. Viele dieser Anregungen wurden in den Entwurf aufgenommen.
Um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen, sind an den Kreuzungen mit der Langenaustraße und dem Büngertsweg verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Aufpflasterungen und Fahrbahnverengungen vorgesehen. Während des Spaziergangs äußerten Anwohner zudem den Wunsch, bei der Auswahl der geplanten Sportgeräte mitentscheiden zu dürfen.
Vier Abschnitte mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Grünzug gliedert sich in vier Abschnitte mit verschiedenen Funktionen. Am Friedhof ist ein schattiger Eingangsbereich mit Sitzgelegenheiten und einem Parkplatz geplant, dessen Bodenbelag Regenwasser versickern lässt. Hinter der Langenaustraße sollen Bewegungsangebote und eine naturnahe Bepflanzung entstehen.
Das Zentrum der Anlage bildet der Bereich am Büngertsweg. Hier wird der Spielplatz zu einem naturnahen Spielraum mit Wasserspiel umgestaltet. Kinder und Jugendliche sollen im Herbst an der Planung beteiligt werden. Ein neuer Unterstand soll als Treffpunkt für Nachbarschaftsfeste dienen. Den Abschluss bildet ein ruhiger Bereich am Rhein, wo unter anderem neue Obstbäume gepflanzt werden. Gleichzeitig leistet das Projekt durch den Erhalt alter Bäume, Neupflanzungen und ein dezentrales Entwässerungskonzept einen Beitrag zum Klimaschutz.
Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 2,45 Millionen Euro und werden über das Programm „Soziale Stadt Neuendorf“ gefördert. Der Baubeginn für den ersten Abschnitt am Wallersheimer Weg ist für Herbst 2026 geplant.