Daher hat der Koblenzer Stadtteil Goldgrube seinen Namen

Der Name des Koblenzer Stadtteils Goldgrube hat nichts mit dem Edelmetall zu tun. Er geht auf eine alte Flurbezeichnung für besonders ertragreiche Böden zurück.

Daher hat der Koblenzer Stadtteil Goldgrube seinen Namen

Der Name des Koblenzer Stadtteils Goldgrube geht nicht auf den Fund von Edelmetallen zurück, sondern hat einen landwirtschaftlichen Ursprung. Er leitet sich von der alten Flurbezeichnung „Unter den Goldgruben“ ab, die bereits 1397 erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde.

Die Bezeichnung beschrieb die fruchtbaren Äcker und Weinberge in dem Gebiet, die bis nach Moselweiß reichten. Schon in spätrömischer und fränkischer Zeit wurde die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Später diente das freie Areal vor den Toren der Stadt auch als Aufmarsch- und Verteidigungsgebiet bei kriegerischen Auseinandersetzungen.

Vom Acker zum Wohnviertel

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts blieb die Goldgrube unbewohnt. Erst als 1890 die preußische Festung Koblenz aufgegeben wurde, durften auch außerhalb der Stadtbefestigung feste Häuser errichtet werden. Ab 1898 entstanden die ersten Gebäude, darunter 1899 das Brüderhaus St. Josef und 1908 ein Waisenhaus, das heute als Altenheim St. Barbara dient.

Die ersten Wohnhäuser für Mitarbeiter von Bahn, Post, Polizei und Stadtverwaltung wurden in den 1920er Jahren gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil des damals noch jungen Stadtteils durch Luftangriffe auf den benachbarten Güterbahnhof zerstört. Der Wiederaufbau war größtenteils bis Ende der 1950er Jahre abgeschlossen.

Koblenz-Goldgrube ist ein zentral gelegener Stadtteil von Koblenz. Er liegt zwischen der Karthause und der Moseleisenbahnlinie Koblenz-Trier nur wenige Gehminuten vom Koblenzer Zentrum entfernt. Neben einem Wohngebiet befinden sich in der Goldgrube das Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur – Brüderhaus St. Josef Koblenz, das Beatusbad und drei Schulen. In der Goldgrube am Hang zur Karthause liegt der Koblenzer Hauptfriedhof.