Health for Future ruft am Montag zur Demo in Koblenz auf

Angesichts von tausenden Hitzetoten und Dürreperioden schlägt die Initiative „Health for Future“ Alarm. Für Montag rufen Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu einer Kundgebung in der Koblenzer Innenstadt auf.

Health for Future ruft am Montag zur Demo in Koblenz auf

Die Initiative „Health for Future Koblenz“, ein Zusammenschluss von Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen, ruft für den kommenden Montag, 10. August, zu einer Kundgebung in Koblenz auf. Wie die Gruppe mitteilt, soll der Protest für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit um 17:30 Uhr am Löhr-Rondell stattfinden.

„Tief besorgt und empört“

Als Grund für die Demonstration nennt die Gruppe ihre große Sorge und Empörung über die Folgen des Klimawandels und die aus ihrer Sicht mangelnden Reaktionen der Regierung. Allein an einem einzigen Junitag habe es laut den Organisatoren 4.500 Hitzetote gegeben, hinzu kämen Trockenheit und Waldbrände. Die Erderwärmung bedrohe die Gesundheit direkt durch Hitzewellen, aber auch indirekt durch Dürre, Starkregen sowie Wasser- und Nahrungsknappheit.

Die Initiative kritisiert, dass die Regierung nicht auf diese Entwicklungen eingehe. Stattdessen würden unnötige Gaskraftwerke geplant und der Ausbau erneuerbarer Energien gebremst. „Ohne Gesundheit ist alles nichts, und wir kommen ans Limit der Möglichkeiten“, warnt die Gruppe aus dem Gesundheitssektor.

Forderung nach CO2-Kosten und sozialem Ausgleich

Deshalb fordert „Health for Future“ ein konsequentes Handeln gegen die Ursachen der Klimakrise. Die Verbrennung fossiler Energieträger müsse durch höhere CO2-Kosten schnell reduziert werden. Gleichzeitig sei ein sozialer Ausgleich wichtig, da reichere Menschen deutlich mehr CO2 ausstoßen und sich weniger am Klimaschutz beteiligen würden.

Die Kundgebung am Löhr-Rondell richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Die Organisatoren laden ausdrücklich auch Familien mit Kindern ein, da es bei dem Thema vor allem um deren Zukunft gehe. Die Initiative ist überzeugt: „Demos wirken, auch für Klimaschutz!“