Neuer Dorfplatz in Koblenz-Bubenheim für 2,5 Millionen Euro geplant

Für 2,5 Millionen Euro soll in Koblenz-Bubenheim ein neuer Dorfplatz entstehen. Die Pläne sehen vor, den Bubenheimer Bach zu renaturieren und einen klimafreundlichen Treffpunkt für alle zu schaffen.

Neuer Dorfplatz in Koblenz-Bubenheim für 2,5 Millionen Euro geplant

Der Koblenzer Stadtteil Bubenheim soll einen neuen, modernen Dorfmittelpunkt bekommen. Wie aus einer Vorlage der Stadtverwaltung hervorgeht, ist eine umfassende Neugestaltung des Platzes an der Alten Schule geplant. Das Projekt soll insgesamt rund 2,5 Millionen Euro kosten. Dafür will die Stadt nun Fördermittel des Bundes beantragen.

Ziel der Umgestaltung ist es, den historischen Ortskern zu einem klimafreundlichen, barrierefreien und sozialen Treffpunkt für alle Generationen zu machen. Dafür soll zunächst die alte Kindertagesstätte auf dem Gelände abgerissen werden. Die frei werdende Fläche wird anschließend entsiegelt, begrünt und neu geordnet. Geplant sind verschiedene Bereiche mit Sitzgelegenheiten, schattenspendenden Bäumen und einer Infrastruktur für Veranstaltungen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Vom Betonbett zur Natur-Oase

Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens ist die Renaturierung des Bubenheimer Baches. Der Bach, der in diesem Abschnitt bisher in einem geraden Betonbett verläuft, soll auf einer Länge von etwa 150 Metern ein naturnahes Aussehen zurückerhalten. Die Pläne sehen vor, den Bachlauf aufzuweiten, die Ufer flacher zu gestalten und Sitzstufen sowie einen Wasserspielbereich anzulegen. Der Bach soll so zu einem „Klima-, Lern- und Aufenthaltsraum“ werden.

Bei den vorgestellten Plänen handelt es sich laut Verwaltung um eine „Maximalplanung“, die auch Wünsche aus dem Ortsbeirat Bubenheim berücksichtigt. So sind zusätzlich eine öffentliche WC-Anlage, ein traditionelles Backhaus („Backes“), ein Trinkbrunnen sowie ein überdachter Treffpunkt vorgesehen.

Finanzierung durch den Bund angestrebt

Die Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro will die Stadt zu einem großen Teil über das Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ finanzieren. Dieses Programm des Bundes unterstützt Kommunen bei Projekten mit mehr Grünflächen und Wasser. Die Förderung kann bis zu 90 Prozent der Kosten decken. Der Eigenanteil für die Stadt Koblenz würde dann zwischen 250.000 und 500.000 Euro liegen.

Bevor der Förderantrag gestellt werden kann, muss der Stadtrat den Plänen am Donnerstag, 25. Juni, noch zustimmen.

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