Tierheime am Limit: Tierschutz zahlt für Kastrationen in Koblenz

Mit einer Aktion zur Kastration von Katzen will der Tierschutz in Rheinland-Pfalz die Vermehrung von Straßenkatzen eindämmen; Zuschüsse sind bis zum 26. Januar erhältlich.

Tierheime am Limit: Tierschutz zahlt für Kastrationen in Koblenz

In Rheinland-Pfalz haben Katzenbesitzerinnen und -besitzer seit Montag die Möglichkeit, ihre Tiere kastrieren zu lassen und dafür finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Ziel der bis zum 26. Januar laufenden Aktion ist es, die Vermehrung von Straßenkatzen einzudämmen und damit deren Leid zu reduzieren. Der Deutsche Tierschutzbund Rheinland-Pfalz sowie zahlreiche lokale Tierschutzvereine nehmen an der Initiative teil.

Straßenkatzen leiden häufig unter schlechten Lebensbedingungen, wie Hunger und Krankheit, und belasten die Kapazitäten der Tierheime. Durch die Kastration von Freigängerkatzen soll verhindert werden, dass sich die Zahl der Streunerkatzen weiter erhöht. In Regionen wie dem Kreis Ahrweiler gibt es beispielsweise Zuschüsse von 80 Euro für weibliche Katzen und 50 Euro für Kater. Die Kosten der Kastration müssen zunächst selbst übernommen werden, bevor ein Teilbetrag nach Einreichung entsprechender Unterlagen bei Tierschutzvereinen erstattet wird.

Neben der finanziellen Unterstützung gibt es in vielen Kommunen auch gesetzliche Verpflichtungen zur Kastration. In Koblenz gilt bereits seit zwei Jahren eine Verordnung, die Katzenhalter dazu verpflichtet, Freigängerkatzen kastrieren zu lassen, sie mit einem Mikrochip zu versehen und zu registrieren.

Nicht alle Tierheime beteiligen sich an der Aktion, da es vielerorts an Kapazitäten fehlt. So verzichtet beispielsweise das Tierheim in Neuwied auf eine Teilnahme. Interessierte Katzenhalter sollten sich deshalb vorab bei ihrem örtlichen Tierschutzverein und Tierarzt informieren, ob sie an der Aktion teilnehmen können.