Der Auftakt des Straßenkarnevals in der Koblenzer Innenstadt verlief am Schwerdonnerstag laut Polizei zwar überwiegend friedlich, hatte aber auch Schattenseiten. Neben einigen Körperverletzungen wurden vier Fälle bekannt, in denen der Verdacht besteht, dass Frauen sogenannte KO-Tropfen verabreicht wurden.
Zunächst hielt sich der Andrang wegen des Wetters in Grenzen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, strömten ab dem Nachmittag aber immer mehr Menschen in die Altstadt. In der Spitze feierten allein am Plan bis zu 2.500 Karnevalisten ausgelassen und friedlich den Beginn der närrischen Tage. Auch die Gaststätten waren gut besucht.
Mit steigendem Alkoholkonsum sei es jedoch in Einzelfällen auch zu Aggressionen gekommen. Die Beamten nahmen insgesamt vier Körperverletzungsdelikte auf. Zudem mussten Rettungskräfte mehrere Personen versorgen, die sich aufgrund ihres Zustandes in einer hilflosen Lage befanden.
Vier Frauen womöglich unter Drogen gesetzt
Besondere Sorge bereiten vier Vorfälle, bei denen der Verdacht aufkam, dass Frauen unwissentlich Drogen verabreicht wurden. Die betroffenen Frauen wurden für eine Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ergebnisse der Blut- und Urinproben stehen allerdings noch aus. Zu weiteren Straftaten wie Diebstahl oder sexuellen Übergriffen kam es in diesen Zusammenhängen nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Die Polizei hat nach eigenen Angaben die Veranstalter und Sicherheitsdienste umgehend über die Vorfälle informiert und für das Thema sensibilisiert. Gleichzeitig raten die Beamten allen Feiernden, ihre Getränke nicht unbeaufsichtigt zu lassen und keine offenen Getränke von Fremden anzunehmen. Wer den Verdacht hat, Drogen eingenommen zu haben, solle sich umgehend an das Rote Kreuz wenden.