Bei einer gezielten Aktion haben mehrere Behörden am Freitag das Rotlichtmilieu in Koblenz, Bendorf und Mülheim-Kärlich kontrolliert. Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilt, dauerten die Kontrollen bis in die Abendstunden.
Die Aktion war Teil der „BAO Rotlicht“, einer Zusammenarbeit von Behörden zur Aufhellung des Milieus. Beteiligt waren das Polizeipräsidium Koblenz, die Stadt Koblenz, das Finanzamt Koblenz sowie die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Die Einsatzkräfte überprüften sieben Örtlichkeiten, darunter einen Gewerbebetrieb und mehrere Termin-Wohnungen. Insgesamt wurden 22 Personen kontrolliert.
Kampf gegen organisierte Kriminalität
Nach den Kontrollen prüfen die Behörden nun mögliche Verstöße, etwa gegen das Bauaufsichts-, Gewerbe-, Aufenthalts- oder Steuerrecht, um bei Bedarf weitere Maßnahmen einzuleiten. Ziel der Aktion ist es, ausbeuterische Strukturen wie Zuhälter, Vermieter oder Geldeintreiber aufzudecken.
Laut Polizei sind Rotlicht- und Organisierte Kriminalität eng miteinander verknüpft. Ein Wegschauen der Behörden würde den Machtausbau der organisierten Kriminalität begünstigen und Prostituierte gefährden. Die gemeinsamen Kontrollen seien daher ein geeigneter Ansatz, um dem entgegenzuwirken