Wer dieser Tage in der Koblenzer Innenstadt unterwegs ist, entdeckt vielleicht die neuen, auffälligen Papierkörbe. Wie der Kommunale Servicebetrieb Koblenz am Montag mitteilt, wird derzeit eine moderne Art von Abfallbehältern mit einer besonderen Funktion getestet.
Die annähernd brusthohen, schrankartigen Behälter fassen nicht nur wegen ihrer Größe mehr Abfall als herkömmliche Modelle. Ihr Clou ist eine eingebaute Presse, die den Müll bei Bedarf automatisch verdichtet. Dadurch können die neuen Papierkörbe das Fünffache ihres eigentlichen Volumens aufnehmen. Das ist besonders an Orten praktisch, an denen viele Menschen voluminöse To-Go-Verpackungen von Essen und Getränken entsorgen.
Solarbetrieben und mit Füllstandsmeldung
Die Energie für das Zusammenpressen des Mülls liefert ein Solarmodul auf der Oberseite des Behälters. Dieses versorgt auch ein System, das den aktuellen Füllstand über das Internet direkt an den Kommunalen Servicebetrieb meldet.
Für Passanten sind die Behälter einfach zu bedienen: Die Einwurfklappe lässt sich barrierefrei per Handgriff oder Fußpedal öffnen. Unter der Klappe gibt es zudem einen separaten Einwurf für Zigarettenkippen. Das geschlossene Design sorgt dafür, dass der Müll nicht sichtbar ist und nicht vom Wind verweht werden kann, was zu einer saubereren Innenstadt beitragen soll.
Auffälliges Design mit Werbefigur „Reiner“
Insgesamt sechs dieser Test-Exemplare hat der Servicebetrieb an ausgewählten Standorten in der Innenstadt aufgestellt, darunter am Löhrrondell. Damit sie direkt ins Auge fallen, sind die Papierkörbe im Design der aktuellen Stadtsauberkeits-Kampagne beklebt.
Die Werbefigur der Kampagne ist „Straßenreiniger Reiner“. Er macht auf das Problem von achtlos weggeworfenem Müll und Zigarettenstummeln aufmerksam und bittet die Bürgerinnen und Bürger im Namen der städtischen Straßenreinigung um Mithilfe bei der korrekten Entsorgung.