Millionen für Koblenz: So profitiert die Region vom Sparkassen-Erfolg

Die Sparkasse Koblenz legt gute Zahlen für 2025 vor, investiert in Filialen und kündigt einen Wechsel an der Spitze an. Von dem Erfolg des Geldinstituts profitiert auch die Region Koblenz.

Millionen für Koblenz: So profitiert die Region vom Sparkassen-Erfolg

Die Sparkasse Koblenz hat ihre Bilanz für das vergangene Jahr vorgestellt und blickt trotz unsicherer Zeiten auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Betriebsergebnis verbesserte sich leicht auf 71,3 Millionen Euro. Doch was bedeutet das für die Menschen in der Region? Neben stabilen Geschäftszahlen investiert das Geldinstitut vor allem in neue Services für Kunden und schüttet Millionensummen an die heimische Wirtschaft und Vereine aus.

„Unsere Sparkasse steht auf einem starken Fundament“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Matthias Nester. Dieses Fundament ermöglicht es, den öffentlichen Auftrag zu erfüllen und einen Teil des Erfolgs an die Region zurückzugeben. Die Bilanzsumme des Instituts stieg leicht auf 5,72 Milliarden Euro, während die Kundeneinlagen auf 2,95 Milliarden Euro anwuchsen.

Leichter zum Traum vom Eigenheim in Koblenz?

Ein Schwerpunkt der Sparkasse liegt auf dem Thema Immobilien. Im vergangenen Jahr half sie fast 1.600 Familien in die eigenen vier Wände und vergab private Immobilienfinanzierungen im Gesamtvolumen von 353 Millionen Euro – ein Plus von elf Prozent. Um den Weg zum Eigenheim zu vereinfachen, hat die Sparkasse einen neuen Service eingeführt: die „transparente Baufinanzierung“. Dabei erhalten Kunden auf einen Blick die Angebote von rund 150 verschiedenen Banken und können diese direkt vergleichen. „Der Preis für eine Finanzierung spielt dauerhaft die größte Rolle“, betont Nester. Sollte ein anderes Institut ein besseres Angebot haben, vermittelt die Sparkasse den Kredit dorthin, während der Berater als vertrauter Ansprechpartner erhalten bleibt.

Auch als Immobilienvermittlerin baute die Sparkasse ihre führende Position in Koblenz und Mayen-Koblenz aus und verkaufte 213 Immobilien. „Wir beobachten, dass die Zahl der Privatverkäufe stark zurückgeht und beim Verkauf einer Immobilie wieder mehr auf Expertenwissen gesetzt wird“, erklärt Nester.

Millionen für Vereine, Handwerker und die Natur

Da die Sparkasse keine privaten Anteilseigner hat, fließt der Gewinn nicht an Aktionäre, sondern als „Bürgerdividende“ zurück in die Region. Im Jahr 2025 belief sich diese Summe auf beeindruckende 109 Millionen Euro. Ein Großteil davon waren Aufträge an die heimische Wirtschaft in Höhe von 32,6 Millionen Euro und 16,6 Millionen Euro an Steuern.

Besonders spürbar ist das Engagement im gesellschaftlichen Bereich: Mit insgesamt 2,6 Millionen Euro unterstützte die Sparkasse mehr als 1.000 Vereine und soziale Initiativen durch Spenden und Sponsoring. Über die Spendenplattform „Heimatlieben“ wurden zudem bereits über eine Million Euro für lokale Herzensprojekte gesammelt. Auch der Naturschutz profitiert direkt: Die Förderung für Projekte wie den „Klimawald“ im Stadtwald Koblenz, die „Storchenplattform“, den Schutz des Falters „Mosel-Apollo“ sowie für Grünlandflächen des Landkreises Mayen-Koblenz wird für bis zu fünf weitere Jahre fortgesetzt.

Neue Filialen und ausgezeichnete App

Entgegen dem Branchentrend investiert die Sparkasse Koblenz in ihre Präsenz vor Ort. Nach der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle in Koblenz-Lützel im vergangenen Jahr, wird im April eine weitere in Horchheim folgen. Diese bietet neben modernen Beratungsplätzen auch 13 barrierefreie Wohnungen und E-Ladesäulen. Laut einer Studie beträgt die durchschnittliche Fahrzeit zur nächsten Filiale für Kunden nur 3,2 Minuten.

Gleichzeitig werden die digitalen Angebote stark genutzt. Mehr als 62.000 Kunden verwenden die Sparkassen-App, die erneut als „Beste Banking-App“ ausgezeichnet wurde. „Das Gesamtkonzept aus Beratung vor Ort in den Geschäftsstellen, den zahlreichen digitalen Angeboten und Selbstbedienungs-Möglichkeiten überzeugt die Kundinnen und Kunden“, berichtet Vorstandsmitglied Jörg Perscheid.

Für das laufende Jahr kündigte die Sparkasse einen Wechsel an der Spitze an. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Matthias Nester geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird das bisherige Vorstandsmitglied Jörg Perscheid. Neu in den Vorstand rückt Christoph Stibbe auf. „Der neue Vorstand setzt sich aus zwei Personen zusammen, die beide seit Beginn ihrer jeweiligen Ausbildung ausschließlich für die Sparkasse Koblenz tätig waren. Damit setzen wir ein Zeichen für Kontinuität und Stabilität“, erklärte Nester.