20 junge Menschen aus aller Welt in Koblenz zu Gast: Das erleben sie

Für zwei Wochen ist die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz das Zuhause für 20 junge Menschen aus 10 Ländern. Sie erkunden die Region, diskutieren und knüpfen internationale Freundschaften.

20 junge Menschen aus aller Welt in Koblenz zu Gast: Das erleben sie

Seit dem 25. Juli sind rund 20 junge Erwachsene aus zehn Ländern und vier Kontinenten zu Gast in Koblenz. Im Rahmen des Internationalen Jugendforums des Lions-Distriktes Mitte-Süd wohnen sie für zwei Wochen auf der Festung Ehrenbreitstein. Nach der ersten Woche ziehen die Veranstalter eine positive Zwischenbilanz.

Das diesjährige Forum steht unter dem Leitthema „Zusammenhänge verstehen – Verantwortung gestalten“. „Wir wollten kein Programm, das belehrt, sondern eines, das Urteilskraft schult – durch Bewegung, Begegnung und Diskussion an Orten, an denen sich europäische Geschichte verdichtet“, erklärt Forumsdirektorin Dr. Iris Kocak-Laue. „Nach einer Woche kann ich sagen: Genau das passiert hier gerade.“

Zum Auftakt erkundete die Gruppe die Festung Ehrenbreitstein, fuhr mit der Seilbahn zum Deutschen Eck und besuchte das Weltmusikfestival Horizonte. Anschließend war die WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar für drei Tage akademischer Gastgeber. Professoren sprachen mit den Gästen über europäische Wirtschaft, Politik und Teamarbeit. Auch ein Bundestagsabgeordneter stellte sich der Diskussion. Ein Besuch beim Familienunternehmen Sahm in Höhr-Grenzhausen bot zudem praktische Einblicke. „Die Tage an der WHU waren für viele ein Höhepunkt“, so Kocak-Laue.

Von Vulkanen bis zur Nachtwache

Danach richtete sich der Blick auf die Erdgeschichte der Region. Im Römerbergwerk Meurin und am Laacher See erklärte ein Geologe, wie der Vulkanismus die Landschaft bis heute prägt. Am Freitag folgte ein Ausflug zum Kaltwassergeysir in Andernach. Am Nachmittag wurde die internationale Gruppe vom Koblenzer Kulturdezernenten Schneider am Schängelbrunnen offiziell willkommen geheißen. Den Abschluss der ersten Woche bildete eine nächtliche Stadtführung mit dem Nachtwächter durch die Altstadtgassen.

In der zweiten Woche stehen unter anderem Besuche der Maginot-Linie im Elsass, des Regierungsbunkers Marienthal, des Ahrtals sowie des Hauses der Geschichte in Bonn auf dem Programm. Das Forum, das vom ehrenamtlichen Engagement der regionalen Lions Clubs und der Jugendorganisation Leos getragen wird, endet am 8. August. „Wenn sie in zwei Wochen abreisen, nehmen sie nicht nur Eindrücke mit, sondern Verbindungen – untereinander und zu dieser Region“, resümiert die Forumsdirektorin.