Die Stadt Koblenz startet einen Ideenwettbewerb, um einen passenden Namen für die neue Brücke zu finden, die über die Bahnstrecke Koblenz-Trier führt und die Stadtteile Goldgrube und Rauental verbindet. Zuvor haben wir die Merkurist-Community nach Namensvorschlägen gefragt.
Von „Goldtal“ bis „Brigittchen“: Erste Ideen aus der Community
Besonders beliebt waren dabei Kombinationen aus den beiden verbundenen Stadtteilen. Vorschläge wie „Goldtal-Brücke“ oder „Rauengold-Brücke“ wurden am häufigsten genannt, aber auch kreative Abwandlungen wie „Grubentalbrücke“ oder das „Gold-Taler Brückche“ fanden Anklang.
Häufig wurden auch bekannte Koblenzer Persönlichkeiten als Namenspaten vorgeschlagen. Darunter die „Rudi-Gutendorf-Brücke“ zu Ehren des 1930 in Koblenz geborenen Fußballtrainers, der mit 55 Trainerstationen einen Weltrekord aufstellte. Ein Weg ist in Neuendorf bereits nach ihm benannt. Genannt wurde auch die Schriftstellerin Sophie La Roche (1730–1807), die als erste Berufsschriftstellerin Deutschlands gilt und mehrere Jahre in Ehrenbreitstein lebte und wirkte. Ein weiterer Vorschlag ist die „Brigitte-Karbach-Brücke“ für das „Brigittchen“, die als „dienstälteste Prostituierte“ und „Wahrzeichen von Koblenz“ galt und 2008 verstarb. Auch der Historiker und Content-Creator Marc Holzheimer sowie Sänger Thomas Anders wurden genannt.
Darüber hinaus reichten die Ideen von einem Verweis auf das gerne in Koblenz getrunkene Kult-Bier („Königsbacher-Brücke“), über den römischen Namen der Stadt („Confluentes-Brücke“) bis hin zu humorvollen Anspielungen auf die lange Bauzeit wie „Der 20-jährige Bau“ oder „Die Langzeitbaustelle“. Auch die typischen Koblenzer Vorschläge „Schängel-Brücke“ und „Latscho-Brücke“ wurden genannt.
Ideen online oder per Post einreichen
Für den offiziellen Wettbewerb richtet die Stadt auf der Webseite koblenz-baut.de demnächst eine eigene Unterseite ein. Dort können Bürgerinnen und Bürger dann ihre Namensvorschläge über ein Formular direkt an die Stadt übermitteln. Alternativ ist es auch möglich, Ideen per Post an die Pressestelle der Stadt Koblenz zu senden.
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wird die Stadt den Wettbewerb über die Presse, soziale Netzwerke und auf Werbeflächen bekannt machen. Zusätzlich sollen Aushänge in den Stadtteilen Goldgrube und Rauental auf die Aktion aufmerksam machen.
Stadtrat entscheidet aus drei Favoriten
Alle eingehenden Vorschläge werden zunächst von der Pressestelle gesichtet. Dabei werden „Spaßvorschläge“ oder Ideen, die nicht den städtischen Vorgaben für die Benennung von öffentlichen Anlagen entsprechen, aussortiert. Eine gefilterte Liste geht anschließend mit einer Empfehlung der Verwaltung an den Arbeitskreis für Straßenbenennung.
Dieses Gremium wählt aus allen Einsendungen drei Favoriten aus. Über diese drei Vorschläge stimmt dann der Stadtrat ab und entscheidet final über den neuen Namen der Brücke. Die Personen, deren Ideen es in die Endauswahl schaffen, dürfen sich über einen kleinen Preis freuen.