An diesem Wochenende proben hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr im Norden von Rheinland-Pfalz den Ernstfall. Geplant sind zwei große Übungen in der Region Koblenz und im Rhein-Hunsrück-Kreis, wie die Verantwortlichen mitteilen. Das berichtet der SWR.
Geheimes Szenario in Koblenz, Waldbrand-Szenario im Hunsrück
Von Freitag bis Sonntag üben die Feuerwehren der Stadt Koblenz sowie der Kreise Mayen-Koblenz, Ahrweiler, Cochem-Zell, Neuwied, Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn einen Katastrophenfall. Rund 400 Helfer sind beteiligt. Was genau geübt wird, erfahren die Einsatzkräfte erst kurzfristig. Die Übung umfasst die Alarmierung, die Anfahrt, den Aufbau der Unterkunft sowie die Kommunikation, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Landkreise zu stärfen.
Eine weitere große Übung ist am Samstag, 20. Juni 2026, in Hasselbach im Rhein-Hunsrück-Kreis. Das geht aus einer Pressemeldung des Kreises hervor. Auf dem Bundeswehr-Gelände Pydna wird ein Waldbrand simuliert, der sich in Richtung mehrerer Gebäude ausbreitet. Die Übung dauert von mittags bis zum späten Nachmittag.
Neuer Waldbrandzug probt erstmals den Ernstfall
Bei der Übung in Hasselbach im Hunsrück kommt erstmals der neue Waldbrandzug des Rhein-Hunsrück-Kreises zum Einsatz. Unter realitätsnahen Bedingungen proben die Kräfte die Brandbekämpfung, das Anlegen von Schneisen und den Aufbau einer langen Wasserzuleitung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Brandbekämpfung aus der Luft, wofür zwei Polizeihubschrauber eingesetzt werden.
„Waldbrände können in der aktuellen Witterungssituation täglich entstehen und sind deshalb für den Katastrophenschutz von großer Bedeutung“, sagt Landrat Volker Boch. „Für unsere Einheiten nimmt die Bedeutung der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung ständig zu, weshalb ein neuer Waldbrandzug im Rhein-Hunsrück-Kreis aufgestellt worden ist. Ich freue mich sehr, dass wir nun die erste Übung mit diesem neu gegründeten Zug vornehmen, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.“
Für die Bevölkerung besteht laut Kreisverwaltung keine Gefahr. Im Bereich der Pydna kann es allerdings zu Rauch- und Flammenentwicklung kommen. Außerdem ist auf der Bundesstraße 327 im Bereich des Beller Bahnhofs sowie auf umliegenden Wirtschaftswegen mit mehr Feuerwehrfahrzeugen zu rechnen. Das Betreten des Übungsgeländes ist für Unbefugte verboten.