Das Landeskrankenhaus in Andernach steht vor einem historischen Verlust. Wie der SWR berichtet, rechnet die Klinik für dieses Jahr mit einem Minus von rund 14 Millionen Euro.
Dies wäre nach Angaben der Klinikleitung der bislang höchste Verlust in der Geschichte des Hauses. In einer Sondersitzung diese Woche sollen weitere Schritte besprochen werden. Kündigungen seien allerdings nicht geplant, heißt es.
Klinikleitung verweist auf allgemeine Finanzlage
Die Klinikleitung führt das historische Minus auf die finanziell schwierige Lage aller Krankenhäuser zurück. Auf Anfrage des SWR habe es geheißen: „Wie fast alle Krankenhäuser bundesweit muss sich auch das Landeskrankenhaus den Rahmenbedingungen der nicht auskömmlichen Finanzierung stellen.“
Mitarbeiter sehen Managementprobleme
Allerdings sehen Mitarbeiter der Klinik die Ursachen nicht nur in der allgemeinen Krankenhausfinanzierung. Wie der SWR berichtet, hätten sich Beschäftigte anonym an den Sender gewandt. Der drohende hohe Rekordverlust sei nur zum Teil durch die allgemein schwierige Lage der Krankenhäuser zu erklären. Die wesentliche Ursache sei der Verlust von Managementkompetenz. In den vergangenen zwei Jahren hätten rund 20 Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Die Betroffenen hätten jeweils seit mindestens zehn Jahren im Unternehmen gearbeitet, teilweise sogar mehr als 25 Jahre.