Das ist der beliebteste Badesee in der Nähe von Koblenz

Die Hitzewelle treibt viele Koblenzer aus den Freibädern ins Umland. Wir haben unsere Leser gefragt, welche Badeseen dort besonders beliebt sind

Das ist der beliebteste Badesee in der Nähe von Koblenz

Die anhaltende Hitzewelle sorgt in und um Koblenz für viele überfüllte Freibäder. Laut einer Forsa-Umfrage ist der See für 23 Prozent der Deutschen der zweitliebste Ort zum Schwimmen, noch vor dem Meer. Auch wenn es in Koblenz selbst keine natürlichen Badeseen gibt, bietet das Umland einige Alternativen zur Abkühlung. Doch welcher See ist bei den Koblenzerinnen und Koblenzern besonders beliebt? Diese Frage haben wir unseren Merkurist-Lesern gestellt. Knapp 500 User haben an der Umfrage teilgenommen und für ihren Favoriten abgestimmt. Hier ist das Ergebnis:

Platz 10: Krombachtalsperre Driedorf (2,48 %)

Den zehnten Platz belegt die Krombachtalsperre, die sich im Hohen Westerwald befindet. Die Talsperre, deren Staudamm in Hessen liegt, während der größte Teil des Sees zu Rheinland-Pfalz gehört, wurde ursprünglich zur Stromerzeugung errichtet. Heute dient sie zusätzlich dem Hochwasserschutz und der Naherholung. Eine Besonderheit des Sees sind die guten Bedingungen zum Segeln und Surfen, weshalb es auch eine eigene Surfschule gibt. Zudem gibt es am Campingplatz einen separaten Bereich, an dem sich angeleinte Hunde am Ufer aufhalten dürfen.

  • Tiefe: Maximale Tiefe ca. 12 Meter, durchschnittliche Tiefe 3,5 bis 4 Meter

  • Öffnungszeiten: Rund um die Uhr geöffnet.

  • Eintritt: Kinder unter sechs Jahren: kostenlos

    Kinder bis einschließlich 17 Jahren: 4 Euro

    Erwachsene: 5 Euro

Platz 9: Schalkenmehrener Maar (2,93 %)

Den neunten Platz belegt das Schalkenmehrener Maar, welches vor rund 20 bis 30.000 Jahren auf Grund von vulkanischer Aktivität entstand. Die Bezeichnung Maar leitet sich vom lateinischen mare (Meer) ab und beschreibt einen trichterförmigen Vulkantyp, der durch Wasserdampf-Explosionen entsteht und sich später mit Wasser füllt. Für Badegäste bietet das Naturfreibad unter anderem ein Sprungbrett und eine Wasserrutsche, während eine große Liegewiese zum Entspannen einlädt. Die Nutzung eigener Wasserfahrzeuge wie Stand-Up-Paddle-Boards ist nicht gestattet, es können aber gemeindeeigene Tret- und Ruderboote geliehen werden.

  • Tiefe: etwa 21 Meter tief

  • Öffnungszeiten: Ende Mai von 12 bis 18 Uhr und ab Anfang Juni von 10 Uhr bis 19 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder unter drei Jahren: kostenlos

    Kinder unter 18: 3 Euro

    Personen über 18 Jahren: 5 Euro

Platz 8: Klingelwiese Maxsain (3,38 %)

Auf dem achten Platz landet der Badesee an der Klingelwiese in Maxsain, einer Gemeinde im Westerwaldkreis zwischen Montabaur und Hachenburg. Der See wurde 1974 durch die Aufstauung von Bach- und Quellwasser als Badegewässer angelegt. Besuchern bietet die Anlage die Möglichkeit zum Angeln, Tretbootfahren und Baden. Auch wenn das Baden auf eigene Gefahr erfolgt, sorgt ein mit Bodenplatten befestigter Nichtschwimmerbereich für weitere Sicherheit.

  • Tiefe: 5 Meter tief

  • Öffnungszeiten: 7 Uhr bis 22 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder von 4 bis 13 Jahren: 2 Euro

    Erwachsene: 4 Euro

Platz 7: Postweiher Freilingen (3,60 %)

Mit einem Ergebnis von 3,6 Prozent erreicht der Postweiher in Freilingen den siebten Platz. Der Weiher wurde bereits im 17. Jahrhundert durch den Fürsten zu Wied als Teil der Westerwälder Seenplatte angelegt. Das Strandbad verfügt über eine Liegewiese mit einer Kapazität für rund 1500 Badegäste, einen Kinderspielplatz sowie ein Volleyball- und ein Bocciafeld. Darüber hinaus verfügt der See über einen eigenen Tretbootverleih.

  • Tiefe: 4,50 Meter tief

  • Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 19 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder bis vier Jahre: kostenlos

    Kinder, Schüler und Studenten: 2 Euro

    Erwachsene: 3 Euro

Platz 6: Pulvermaar Gillenfeld / Herthasee Holzappel (3,83 %)

Den sechsten Platz teilen sich gleich zwei Seen: Das Pulvermaar in Grillenfeld sowie der Herthasee in Holzappel. Das Pulvermaar ist mit seiner nahezu kreisrunden Form und einer Tiefe von rund 74 Metern das tiefste Maar Deutschlands. Sein kristallklares Wasser lädt zum Schwimmen, Bootfahren und Angeln ein. Das Naturfreibad bietet neben einer Wasserrutsche und einem Kinderplanschbecken auch einen barrierefreien Einstieg ins Wasser. Wer es ruhiger mag, kann sich ein Ruderboot mieten oder die Aussicht von der Terrasse der Cafeteria genießen.

  • Tiefe: 72 Meter tief

  • Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 19 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder von vier bis 17 Jahren: 3 Euro

    Erwachsene: 5 Euro

Der idyllisch gelegene Herthasee bei Holzappel belegt im See-Ranking ebenfalls den sechsten Platz. Besonders aufgrund seiner flachen Uferbereiche gilt er als gut geeignet für Schwimmanfänger und Kinder. Die Anlage bietet ein breites Freizeitangebot, das von einer Badeinsel und einem Beachvolleyballfeld über einen Kinderspielplatz mit Piratenschiff bis hin zu Minigolf und Tennis reicht.

  • Tiefe: Rund 6 bis 7 Meter tief

  • Öffnungszeiten: 8 Uhr bis 20 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder 1,50 Euro

    Erwachsene: 3 Euro

Platz 5: Gemündener Maar (4,05 %)

Das nördlichste und kleinste der drei Dauner Maare, das rund 30.000 Jahre alte Gemündener Maar, belegt den fünften Platz. Im Naturfreibad finden Besucher neben mehreren Sprungtürme zusätzlich eine Kletterwand, ein Nichtschwimmerbecken sowie eine Badeinsel. Zudem ermöglicht ein Wasserlift Rollstuhlgerechten Zugang zum Wasser.

  • Tiefe: etwa 39 Meter tief

  • Öffnungszeiten: montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr

    samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder bis 10 Jahre: kostenlos

    Senioren (ab 65 Jahre): 4 Euro

    Erwachsene: 5 Euro

Platz 4: Waldsee Kruft (8,56 %)

Den vierten Platz belegt der Waldsee Kruft in Nickenich im Landkreis Mayen-Koblenz. Seine Besonderheit ist die abgeschiedene Lage mitten im Wald, erreichbar über einen rund 600 Meter langen Fußweg. Die ehemalige Bimsgrube wurde in den 1980er Jahren renaturiert und gilt durch ihr sanft abfallendes Südufer als besonders gut geeignet für Kinder und Nichtschwimmer.

  • Tiefe: 4 bis 5 Meter

  • Öffnungszeiten: montags bis samstags 9 bis 20 Uhr

  • Eintrittspreise: kostenlos

Platz 3: Baggersee Diez (19,59 %)

Die Bronzemedaille geht an den Baggersee bei Diez, der inmitten steiler Kalkfelsformationen im Naturpark Nassau liegt. Sein türkisblaues, kristallklares Wasser macht ihn zu einem beliebten Ziel, das sich aufgrund seines tiefen Gewässers besonders für geübte Schwimmer eignet. Vor einigen Jahren war der See ein bekanntes Tauchrevier, in dem Attraktionen wie ein alter VW-Käfer oder eine Röhre erkundet werden konnten. Die Betreiber geben jedoch auf der offiziellen Website an: „Tauchen ist nach wie vor leider nicht möglich!“ Mit seinem vielfältigen Freizeitangebot hebt sich der Baggersee Diez von anderen Badeseen der Region ab. Dazu tragen unter anderem eine Beachbar, ein Bistro mit Sonnenterrasse sowie ein separater FKK-Bereich bei.

  • Tiefe: etwa 18 Meter tief

  • Öffnungszeiten: montags bis freitags 11 Uhr bis 20 Uhr

    samstags und sonntags 10 Uhr bis 20 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder bis 13 Jahre: 2 Euro

    Erwachsene: 4,50 Euro

Platz 2: Laacher See (22,07 %)

Der Laacher See bei Glees in der Vulkaneifel, der größte See in Rheinland-Pfalz, sicherte sich den zweiten Platz. Auch wenn die Entstehung des Laacher Sees, ähnlich wie bei vielen anderen Gewässern in der Vulkaneifel, auf vulkanische Aktivität zurückzuführen ist, handelt es sich beim Laacher See um kein Maar, sondern eine Caldera. Hierbei beschreibt eine Caldera einen riesigen, kesselförmigen Krater, der entsteht, wenn ein Vulkan bei einem extremen Ausbruch große Mengen an Magma verliert und das darüberliegende Gestein in sich zusammenstürzt. Auch wenn der letzte große Vulkanausbruch vor rund 13.000 Jahren stattfand ist die Region um den Laacher See weiterhin vulkanisch aktiv. Auch heute noch können Besucher Zeichen des andauernden Vulkanismus beobachten, etwa in Form sogenannter Mofetten, bei denen Kohlenstoffdioxid als Blasen im Wasser aufsteigt. Aus Sicherheitsgründen ist das Schwimmen jedoch ausschließlich an der offiziellen Badestelle des örtlichen Campingplatzes gestattet.

  • Tiefe: 53 Meter, Schwimmerbereich: 2 bis 5 Meter

  • Öffnungszeiten: 10 bis 19 Uhr

  • Eintrittspreise: Kinder: 4,50 Euro

    Erwachsene: 7,50 Euro

Platz 1: Waldsee Rieden (22,30 %)

Der Sieger der Abstimmung ist der Waldsee in der Eifelgemeinde Rieden. Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Stausee, der 1982 durch die Aufstauung des Rehbachs entstand. Darüber hinaus werden zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie ein Bootsverleih, Grillplätze, Tennis, Boccia und Schach angeboten. Der Zugang zum See ist hierbei für Badegäste kostenlos.

  • Tiefe: etwa 8 Meter tief

  • Öffnungszeiten: rund um die Uhr

  • Eintrittspreise: kostenfrei