Im Ringen um die Zukunft des Krankenhauses Heilig Geist ist eine entscheidende Hürde genommen. Der Bopparder Stadtrat hat beschlossen, für die Jahre 2026 und 2027 die Verluste des Standorts mit bis zu zwei Millionen Euro auszugleichen. Damit könnte der Fortbestand der Klinik bis Ende 2027 vorerst gesichert werden.
Durchbruch nach intensiven Gesprächen
Anfang Februar hatte die Gesellschafterversammlung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GKM) noch die Schließung des Krankenhauses beschlossen, da man die Bedingungen der Stadt für eine finanzielle Unterstützung nicht akzeptieren wollte. Nach intensiven Gesprächen kam es nun zur Wende: Der Stadtrat stimmte dem neuen Kompromiss zu, der die Rettung der Klinik ermöglichen soll.
Die Zusage ist jedoch an Bedingungen geknüpft. So sollen ab dem 1. April 2026 Verhandlungen über die zukünftige Organisationsform des Krankenhauses beginnen. Sollte vor dem 31. Dezember 2027 doch eine Schließung beschlossen werden, will die Stadt ab diesem Zeitpunkt keine Zahlungen mehr leisten.
Hohe Kosten und letzte Hürden
Der Beschluss hat erhebliche finanzielle Auswirkungen auf den städtischen Haushalt. Bisher sind für 2026 lediglich 350.000 Euro für die Klinik vorgesehen, was laut Prognose nicht ausreichen wird. Möglicherweise muss die Stadt daher einen Nachtragshaushalt erstellen.
Ganz in trockenen Tüchern ist die Rettung aber noch nicht. In einer weiteren Sitzung am 2. März soll der endgültige Vertrag über den Verlustausgleich beschlossen werden. Die gesamte Vereinbarung steht zudem unter dem Vorbehalt, dass die Kommunalaufsicht keine rechtlichen oder haushaltsrechtlichen Bedenken erhebt.