Koblenz will von Autofahrern mehr „Knöllchen“ kassieren

Koblenz will in diesem Jahr wieder mehr Geld mit „Knöllchen“ für Verkehrsverstöße einnehmen. Im vergangenen Jahr waren die Einnahmen gesunken, weil es an Personal für Kontrollen mangelte – und die Autofahrer vorsichtiger unterwegs sind.

Koblenz will von Autofahrern mehr „Knöllchen“ kassieren

Insgesamt 3,19 Millionen Euro will die Stadt laut Haushaltsplan in diesem Jahr mit Buß- und Verwarngeldern von Autofahrern kassieren. Das wären etwa 200.000 Euro mehr als 2025 in die Kassen gespült wurden. Allerdings waren die Einnahmen in den vergangenen Jahren stetig gesunken. 2023 lagen sie noch bei knapp 3,4 Millionen Euro.

Der Rückgang ist auch eine Folge des Personalmangels. Laut Rechnungsprüfungsbericht der Stadt für 2024 gebe es bei den Kontrolleuren „eine enorme Personalfluktuation, und entsprechend unbesetzte Stellen“. Die Verwaltung hat die Kontrolleure deshalb angewiesen, bei den Verkehrsverstößen mehr auf die Gefahrenabwehr und weniger auf Formalverstöße zu achten.

Überwachung zielt auf Gefahrenabwehr

„Die Überwachung konzentriert sich auf Bereiche, die eine Gefahrenabwehr zwingend notwendig machen“, heißt es in dem Bericht. Dazu zählten zum Beispiel die Kontrolle von Feuerwehrzufahrten, Schwerbehindertenparkplätzen, Halteverboten, Fußgängerzonen oder dem Parken auf Radwegen.

So wurden 2024 nur 1733 falschparkende Autos im Bereich von Koblenz abgeschleppt - 500 (22,4 %) weniger als im Jahr zuvor. Dafür kassierte die Stadt von den betroffenen Fahrzeughaltern 297.000 Euro Gebühren. Rein rechnerisch macht das pro Auto 171 Euro.

Dazu kamen 68.922 „Knöllchen“ wegen Falschparkens. Das waren 913 mehr als im Vorjahr. Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Temposünder. Von mobilen Anlagen wurden 8877 Raser erfasst - 3183 weniger als im Jahr zuvor. Die stationären Blitzer (z.B. auf der Moselbrücke) registrierten 14.301 Temposünder, 1385 weniger als 2023. Offenbar achten die Koblenzer Autofahrer also mehr aufs Tempo…