Landesweiter Trend: Güterumschlag im Koblenzer Hafen ist 2025 rückläufig

Der Güterumschlag an den Häfen in Rheinland-Pfalz ist auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Landesweiter Trend: Güterumschlag im Koblenzer Hafen ist 2025 rückläufig

An den Häfen in Rheinland-Pfalz sind in den ersten drei Quartalen 2025 so wenige Güter umgeschlagen worden wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das teilte das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mit.

Insgesamt wurden rund 13,6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, was einem Rückgang von etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. „Der Rückgang im Frachtumschlag betraf zum überwiegenden Teil den Güterversand“, schrieben die Statistiker. Während der Güterempfang nur um 1,7 Prozent auf rund 8,1 Millionen Tonnen sank, ging der Versand um 9,3 Prozent auf 5,6 Millionen Tonnen zurück.

Minus in Koblenz und Andernach – Plus in Bendorf

Für den Hafen Koblenz ist im Zeitraum von Oktober 2024 bis September 2025 ein Rückgang von 52.000 auf 570.000 Tonnen (-8,4 Prozent) verzeichnet. Einen weitaus höheren Rückgang beim Güterumschlag muss der Hafen Andernach hinnehmen. Dort wurden nach 1,96 Millionen im Jahr zuvor nur noch 1,27 Millionen Tonnen (-35,1 Prozent) an Gütern umgeschlagen.

Für den Hafen Bendorf ist dagegen in Rheinland-Pfalz das mit Abstand größte Umschlagplus notiert. Dort wurden nach 1,18 Millionen Tonnen (2024) in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 rund 325.000 Tonnen mehr an Gütern empfangen und versendet, was einem Plus von 29,1 Prozent entspricht.

Größter Zuwachs bei Fahrzeugen

Auch insgesamt betrachtet gab es positive Entwicklungen für die zehn Häfen des Bundeslandes: Die Umschlagmenge von chemischen Erzeugnissen stieg leicht um 2,2 Prozent auf 3,3 Millionen Tonnen. Den größten Zuwachs verzeichnete die Abteilung „Fahrzeuge“ mit einem Plus von 13,5 Prozent auf 236.000 Tonnen. Einen drastischen Einbruch gab es hingegen bei Maschinen, Ausrüstungen und Haushaltsgeräten. Hier sank die Umschlagsmenge um 75,1 Prozent auf rund 46.000 Tonnen.