Die anhaltende Trockenheit und das damit verbundene Niedrigwasser des Rheins stellen die Veranstalter von „Rhein in Flammen“ in Koblenz vor besondere Herausforderungen. Ob das beliebte Event am Wochenende vom 7. bis zum 9. August wie gewohnt mit einem großen Schiffskonvoi stattfinden kann, ist derzeit noch offen. Wie Jan Moryson, Abteilungsleiter Marketing der Koblenz Touristik, am Dienstag erklärt, wird die endgültige Entscheidung am morgigen Mittwoch fallen.
Zwei Szenarien sind vorbereitet
An diesem Tag analysiert ein Gremium die aktuellen Prognosen für die Pegelstände. Basierend darauf wird festgelegt, welches von zwei vorbereiteten Konzepten für die Veranstaltung umgesetzt wird. Entweder kann der geplante Schiffskonvoi von Koblenz nach Boppard und zurück fahren oder es wird eine sogenannte Liegendveranstaltung geben, bei der eine reduzierte Anzahl von Schiffen fest vor Anker liegt.
Tobias Schmidt ist Fachbereichsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Mosel-Saar-Lahn in Koblenz. „Der aktuelle Wasserstand im Rhein in Koblenz liegt derzeit bei 28 Zentimetern. Das ist mehr als 50 Zentimeter unter dem Gleichwertigen Wasserstand (GlW) von 80. Und ich glaube nicht, dass in den nächsten Tagen Wasser hinzukommen wird.“
2022 gab es eine stationäre Veranstaltung
Was das für „Rhein in Flammen 2026“ in Koblenz bedeutet, erläutert Moryson: „Grundsätzlich werden von uns in jedem Jahr beide Konzepte geplant. Auch für dieses Jahr sind beide genehmigt.“ Sollte der Wasserstand einen Konvoi nicht zulassen, würde man auf das alternative Konzept zurückgreifen. Eine ähnliche Situation gab es bereits im Jahr 2022. Damals wurde wegen Niedrigwassers eine stationäre Veranstaltung mit rund 30 Schiffen vor Koblenz und Spay/Braubach durchgeführt.
Trotz der Unsicherheiten bezüglich des Schiffskonvois gibt es für das große Abschlussfeuerwerk in Koblenz Entwarnung. „Neben der Drohnenshow wird es auch in diesem Jahr das Feuerwerk in Koblenz geben“, versichert Moryson. Man sei auf die Bedingungen gut vorbereitet und habe eine große Routine in den Abläufen und bei der Sicherheit.
Die besondere Lage der Festung Ehrenbreitstein spiele dabei eine wichtige Rolle. Durch die Höhe und die nur dünne Vegetation in der Umgebung sei die Brandgefahr gut beherrschbar. Für die Feuerwerke an den anderen Orten entlang der Rheinstrecke könne er jedoch keine Aussage treffen, erklärt Moryson.